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Unternehmenskommunikation auf dem Weg von Push zu Pull and more...

Unternehmenskommunikation auf dem Weg von Push zu Pull

In der aktiven Kommunikation ist das Vorgehen von Kommunikationsabteilungen oft ähnlich: eine Pressemitteilung wird geschrieben, vielleicht werden Journalisten zu einer Pressekonferenz eingeladen, die Unternehmensvertreter geben Interviews. Doch langsam bewegen sich Kommunikatoren weg von diesem Schema hin zu einem, das die Zielgruppe(n) aktiv mit einspannt. 

 
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Damit reagieren sie auf einen immer deutlicher werdenden Trend. Im digitalen Umfeld der sozialen Netzwerke ist schon lange zu beobachten: Wem es gelingt, mit seinen Lesern, Nutzern oder Kunden in einen Dialog zu treten, hat langfristig eine aktivere, loyalere Community.

Das funktioniert für große Marken, aber auch lokale Unternehmen, die ihre Community eng an sich binden wollen. Durch Pull-Kommunikation entstehen Gespräche und Ideenaustausch wird möglich.

Wer auch darüber nachdenkt, sich auf den Weg hin zu mehr Pull-Kommunikation („Hineinziehen“ der Leser) zu machen, muss nicht gleich alle alten Methoden über Bord werfen. Es gibt verschiedene Abstufungen, mit denen erst einmal Erfahrungen gesammelt werden können, bevor man ein Pull-Profi ist.

Beispielsweise der schon weit verbreite Call to Action mit damit verbundenem, intensivem Community Management, das Involvieren von mehr Mitarbeitern inklusive des Managements in die Kommunikation bis hin zur Königsdisziplin der Co-Creation.

Call to Action konsequent einsetzen

Für Pull-Einsteiger empfiehlt es sich, erst einmal den Call to Action konsequent einzusetzen. Hier gilt es darum, Nutzer zum Dialog oder Mitmachen zu animieren. Das kann in Form einer Frage oder auch über einen Aufruf etc. geschehen. Wichtig ist, dass der Einsatz nicht plump ist und sich auf relevanten Content bezieht. Wer es schafft, seinen Nutzern über den Call to Action die Bühne zu überlassen, darf sich auf einen regen Austausch freuen.

Wichtig ist allerdings außerdem, dass sich Kommunikatoren auch um Feedback und Diskussionsbeiträge kümmern. Meistens übernehmen das die Social Media Manager, aber gerade in einer fachlichen Diskussion mit Stakeholdern sollten auch Presseverantwortliche mit involviert sein.

Erfinden, mitmachen statt daneben stehen

Gerade geht die IceBucketChallenge über Facebook – wenn Ihr Unternehmen angesprochen wird, machen Sie mit. Aber noch besser: Überlegen Sie sich selbst eine Aktion, die Sie Ihrer Pressemitteilung an die Seite stellen können, die etwas Besonderes ist. Auch, wenn es vielleicht zu Beginn etwas Zeit kostet, sich Methoden und Formate zu überlegen, die neu sind, so können Sie doch dafür sorgen, dass Ihre Mitteilung nicht auf einem Stapel versauert.

Es muss auch nicht gleich eine virale Challenge dabei herum kommen – Hauptsache, Sie trauen sich etwas Neues auszuprobieren, das Leute zu Ihnen bringt.

Gemeinsam Gestalten bringt Nähe und Umsatz

Die Königsdisziplin der Pull-Kommunikation ist das Produkt- oder Kampagnendesign zusammen mit den Nutzern. Hier wird durch die Macht der Crowd etwas erschaffen, was das Unternehmen später vertreibt.

Das hat beispielsweise bei Haribo für die Fan-Edition der Goldbären oder bei Maybelline, die so Nagellacke kreiert haben, gut geklappt. Da die Produkte von der Community gestaltet wurden, sind sie später auch in den Läden heiß begehrt.

Wem das zu kompliziert ist oder wer das für sein Unternehmen unpassend findet, kann über User Generated Content als eine Vorform hiervon nachdenken. Wer die Nutzer aufruft beispielsweise durch eigene Fotos, Videos, Malerei etc. die Community zu gestalten, kann auch schon eine Menge Nutzer hineinziehen.

Natürlich muss jeder Kommunikator schauen, was am besten zu ihm und dem Unternehmen passt, das er vertritt. Fakt ist allerdings, dass Einbahnstraßen-Kommunikation manche Chance verpassen lässt.

Was ist Ihre Art, Pull-Kommunikation einzusetzen? Womit haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?

 

Bildquelle: Group of people having a tug of war against one man (shutterstock)Silhouettes of People Arms Raised and Speech Bubble (shutterstock)

      



Best Practice Beispiele für Blogger Relations

Influencer ausfindig zu machen und sich mit ihnen zu vernetzen ist nur der erste Schritt. Gute Beziehungen müssen erst aufgebaut und darüber hinaus gepflegt werden.  Im PR-Blogger stellen wir Ihnen einige Beispiele für Influencer Relations vor.

 

Damit nehmen wir an der Monitoring Matchers Blogparade teil, die bis zum 1. September 2014 zum Thema „Wie finde ich den Influencer?“ stattfindet.

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Audi: Rennen gegen die Tanknadel

Sieger eines Rennens ist normalerweise derjenige, der zuerst durchs Ziel gefahren ist. Dies schien Audi jedoch zu langweilig zu sein, woraufhin die Ingolstädter fünf Blogger und einen Online-Journalisten dazu einluden, einen Wettkampf der besonderen Art auszutragen. Gewinner war nicht das Team, welches lediglich als erstes die Zielgerade passierte, sondern das, das zusätzlich auch am spritsparendsten gefahren ist.

Das klingt nicht nur nach einer Menge Spaß, darüber hinaus setzte Audi den neuen A3 gekonnt in Szene und tat zusätzlich das, was die meisten Unternehmen häufig nicht auf der Agenda haben: Die Beziehung zu Bloggern zu pflegen – auch bekannt als Blogger Relations.

Nicht nur die Gäste, sondern auch ein großer Teil der Auto-Blogger-Szene hat es Audi gedankt. Im Rahmen der Aktion entstand viel Filmmaterial, Blogger – ob anwesend oder nicht – berichteten von der gelungenen Aktion und sogar in Audis Blog wurde ein Gastbeitrag dazu veröffentlicht.

McFit: Home of Fitness

Doch in Social Media muss nicht zwangsläufig ausschließlich zu Bloggern eine Beziehung aufgebaut werden. Je nach Branche finden Sie auch auf anderen Plattformen Ihre Influencer – z.B. auf YouTube. Gerade in der Fitness-Szene machen es sich viele Fitnesstrainer und Sportbegeisterte zur Aufgabe, anderen Tipps & Tricks zu geben, wie sie ihre Fitness steigern können, Übungen richtig ausführen oder ihr Training optimieren.

Da viele Fitness-YouTuber Mitglied bei McFit sind und Ende Januar dieses Jahres ein neues Studio unter dem Motto „Home of Fitness“ in Hamburg-Othmarschen eröffnet wurde, nahm sich die Fitnesskette dies zum Anlass, die „privaten Heimtrainer“ vorab in die neue Trainingswelt einzuladen.

Dabei gab es Vieles zu erleben: McFit stellte die Anreise, Unterkunft und Verpflegung. Ebenso fanden die YouTuber bei einem Rundgang, bereits eine Woche vor Eröffnung, ausreichend Zeit das Studio zu testen, aber auch Videos für Ihre Kanäle zu drehen. Abschließend wurde noch ein Kochkurs im Hamburger Kochsalon besucht.

Bosch World Experience 2014

Die Bosch World Experience gibt Einblicke hinter die Kulissen von Bosch-Projekten. Unter den zahlreichen Bewerbern wurden sechs Abenteuerlustige ausgewählt, die auf eine 16-tägige Reise geschickte wurden. Dabei berichteten die “Explorer” in ihren Blogumentaries - einem multimedialen Reisetagebuch – von ihren Erlebnissen und veröffentlichten unter dem Hashtag #ExperienceBosch regelmäßig Statusupdates.

So war der Leser immer ganz nah am Geschehen. Insbesondere durch das Bloggen der Explorer und das Bereitstellen von multimedialen Inhalten wirkte die Aktion greifbarer und vor allem authentischer als viele andere im Social Web.

GLS Blog-Kooperative

Im „Bankspiegel“ gibt die GLS Bank Einblicke in ihre Arbeit, berichtet über Ideen und Initiativen und gibt alle Finanzierungen bekannt, die im letzten Quartal von ihr vergeben wurden. Dieses Projekt wurde im April 2014 um die GLS Blog-Kooperative erweitert. Die Bank rief Blogger dazu auf, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. So konnten sich Blogger bei der GLS Bank bewerben, um selbst von einer dieser Geschichten zu berichten. Und das nicht umsonst: Die Bank wertschätze die Arbeit mit 500€. Die Aktion fand so viel Anklang, dass der Bewerberkreis von 10 auf 18 Teilnehmer erweitert wurde.

Sie wollen noch mehr?

Dann sehen Sie sich die Präsentation an, welche wir auf Slideshare für Sie hochgeladen haben? Dort machen wir auf weitere spannende Aktionen aufmerksam und gehen noch ausführlicher auf die bereits genannten Beispiele ein.

 

Disclaimer: Die Audi AG ist ein Kunde der Eck Consulting Group GmbH und Co. KG. Der Autor dieses Beitrages ist jedoch aktuell nicht in die Beratung des Unternehmens involviert und hat dort nichts mit Blogger Relations zu tun.

Mehr zum Thema Blogger RelationsBlogger Relations – neue Kommunikationsdisziplin oder Business as usual?Corporate Blogs für die Influencer Relations nutzenBlogger Relations: Wie Unternehmen begehrte Blogger erreichenBlogger Relations: eine Abrechnung aus Unternehmenssicht

Bildquellen: Silhouettes of Two Businessmen Having a Handshake (Shutterstock)

      


Servicewüsten entstehen durch Führungswüsten

Kundenorientierung garantiert? Blind und taub für die Belange der neuen Generation glauben viele Manager doch tatsächlich, schon ganz schön weit zu sein. Dabei liegen Selbstbild und Fremdbild bisweilen richtig weit auseinander.

 

So meinen einer Studie von Bain & Company zufolge 80 Prozent aller Unternehmen, ein herausragendes Kundenerlebnis zu bieten, aber nur acht Prozent ihrer Kunden stimmen dem zu.

Der Gap zwischen Selbstbild und Fremdbild

Wunschdenken, Selbstüberschätzung und ein verstellter Blick des Managements für die Realität findet sich in allen Bereichen, so auch im Verhältnis zu den Mitarbeitern:
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  • Einer Untersuchung der Rochus Mummert Consultants zufolge glaubten 63 Prozent der befragten Unternehmenschefs, über eine hohe moralische Integrität zu verfügen und dafür in der Belegschaft auch geschätzt zu werden. Bei den Mitarbeitern sahen dies aber nur 16 Prozent so.
  • Eine Stepstone-Untersuchung aus dem Jahr 2011 brachte zutage, dass 94 Prozent der befragten Personalverantwortlichen annehmen, dass die Angestellten ihre Firma als Arbeitgeber empfehlen, wohingegen dies nur 45 Prozent tatsächlich tun.
  • Einer IKuF-Studie zufolge bewerteten 70 Prozent der befragten Manager ihre Fähigkeit, angemessen und konstruktiv Feedback zu geben, als sehr gut oder gut. Aber nur 45 Prozent der befragten Mitarbeiter sahen das genauso.

Eine zentrale Erkenntnis aus der Glücksforschung ist außerdem die, dass Menschen weniger glücklich sind, wenn sie sich in Gegenwart ihres direkten Vorgesetzten befinden. Wer aber weniger glücklich ist, dessen Leistung ist eingeschränkt. Der kann nicht die optimale Performance erbringen. Servicewüsten entstehen also durch Führungswüsten.

Der Kunde an erster Stelle?

“Steht bei euch der Kunde denn wirklich an erster Stelle“, frage ich gern. Da nicken alle fleißig und brav. Wiewohl schon ein kleiner Schnelldurchlauf zeigt: Die Realität sieht völlig anders aus.

  • Bei Vertriebspräsentationen, da geht das eine halbe Stunde lang so: Wir sind … Wir haben … Wir können … Wir wollen … Wir bieten … ! Mit anderen Worten: Ich erzähle jetzt erst mal, wie toll wir sind. Auf der allerletzten Seite dann endlich: der Logofriedhof mit den bestehenden Kundenbeziehungen. Aha, der Kunde kommt zum Schluss.
  • Die öffentlichen Bereiche produzierender Unternehmen? Ein reines Egoprogramm: Maschinenteile, Miniaturen von Fertigungsanlagen, Luftbildaufnahmen, Gründerporträts, Urkunden und Pokale. Ganz groß an der Wand: eine Weltkarte voller Fähnchen, Symbole für ein territoriales Eroberungsprogramm. Von Kunden keine Spur.
  • Der erste Navigationspunkt auf vielen Websites heißt: „Wir über uns.“ Hört euch an, was wir zu sagen haben, ist die Botschaft, und dann lasst uns in Ruhe. Eine Kontaktmöglichkeit zu finden, ist oft wie das Suchen von Eiern zu Ostern. Viele Firmen wollen offensichtlich gar nicht mit Kunden reden. Das kostet nämlich Geld!!

„Ein zukunftsfähiges Unternehmen richtet sein Augenmerk und seine Energie statt nach innen, also auf Pläne, Politik, Verhandlung und interne Leistungsdemonstration, verstärkt nach außen – auf Markt, Wettbewerb und Kunden“, sagt der Managementberater Niels Pfläging, der dafür den Begriff Beta-Organisation nutzt.

Kundennähe in der Chefetage!

Die knappste Ressource eines Unternehmens ist nicht das Kapital, sondern es sind die Führungskräfte, die kundenfokussiert denken und handeln. Denn erst, wenn das passiert, werden die Mitarbeitenden das Gleiche tun.

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Customer first! So sollte also der Schlachtruf lauten. Der Kunde gehört an die erste Stelle. Theoretisch kein Thema. Und praktisch? Da bräuchten die Chefs öfter mal Kundenkontakt.

Von Kunden können Manager nämlich eine Menge lernen. Doch vom Schreibtisch aus fällt das sehr schwer. Tauchen Sie also ein ins Konsumentengetümmel, entfliehen Sie dem internen Abschirmprogramm, den Limos mit getönten Scheiben, dem Ghetto der Senator-Lounge. Betreiben Sie Feldforschung am eigenen Leib.

„Go and see for yourself!“ heißt die Devise

Leadership-Leute müssen durch eigenes Erleben in Erfahrung bringen, was die Kunden wirklich wollen, um in Rekordgeschwindigkeit auf volatile Märkte reagieren zu können.

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Ein Kunde, der einem mal so richtig die Meinung sagt, kann mehr bewirken als jedes Repräsentativ-Ergebnis aus der Sterilität eines Marktforschungslabors. Repräsentativität ist sowieso Blödsinn, weil man nur nichtssagende Durchschnittswerte erhält.

Konzentrieren wir uns lieber auf die Ausreißer. Gerade von denen erfährt man die nützlichsten Dinge: was bei Ihnen absolut klasse läuft und wo es lichterloh brennt. So können gerade „schwierige“ Kunden als Leistungstreiber nach innen dienen. Denn da, wo die größten Kundenprobleme sind, schlummert die höchste Rendite.

 

Bildquelle: Concept image of a man getting ready in the morning (shutterstock)Businessman pressing modern social buttons on a virtual background (shutterstock)Questions what where when why how concept in question mark of word tag cloud (shutterstock)

      



Stimmen zum zehnten PR-Blogger-Geburtstag

Zehn Jahre sind vergangen, seit Klaus Eck den PR-Blogger ins Leben gerufen hat. Zehn Jahre, in denen sich in der digitalen Welt viel entwickelt und gewandelt hat. Zum ersten runden Geburtstag, einem ganz besonderen Jubiläum, lassen wir (ehemalige) Autoren und Interviewpartner zu Wort kommen.

Anika Geisel

AnikaGeisel10 Jahre PR-Blogger – mein Glückwunsch an das Redaktionsteam und natürlich an den Menschen, der bereits vor zehn Jahren das Bloggen für eine ziemlich gute Idee hielt, nämlich Klaus Eck. Ich selbst habe zahlreiche Artikel dort veröffentlicht, und bin darüber mit vielen interessanten Menschen ins Gespräch gekommen. Außerdem durfte ich den optischen Relaunch im letzten Jahr begleiten. Für mich ist der PR-Blogger immer noch die erste Informationsquelle im Social Media-Umfeld – und eine feste Institution in der Branche. Viel Erfolg weiterhin!

Daniel Ackermann

DanielAckermannIch bin auf den PR-Blogger während meines Studiums aufmerksam geworden, spätestens ab dem 3. Semester war er dann meine erste Anlaufstelle zu Social Media im Unternehmenskontext. Ich verstehe den PR-Blogger nach wie vor als eine der besten deutschen Quellen für dieses Thema. Denn im Gegensatz zu „Newsticker“ Blogs findet hier eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen statt, wie das am aktuellen Beispiel Content-Marketing wieder zu beobachten ist.

Verena Schmunk

VerenaSchmunkDer PR Blogger war eine entscheidende Feder im Sprungbrett für meine Karriere in der digitalen Werbewelt. Durch meine Autorentätigkeit und die Mitarbeit als erste Praktikantin von Klaus konnte ich wertvolle Kontakte gewinnen, die mir bis zu meinem heutigen Job als Münchner Community Managerin bei Yelp von Nutzen sind. Klaus Eck hat mir par excellence gezeigt, dass “PR at home” beginnt. Gratulation zum 10 Jährigen an dich lieber Klaus & dein gesamtes Team!

Stefanie Söhnchen

StefanieSöhnchenDer PR-Blogger ist für mich die erste Anlaufstelle, wenn es um strategische Digital Media Einsichten geht. Als Leserin schätze ich den professionellen Mix aus Sichtweisen und Kompetenzen, als Autorin schätze ich die Atmosphäre des Vordenkens und Pionierens. Deshalb: Happy Birthday, lieber PR-Blogger! Auf die nächsten 10 inspirierenden Jahre!

Christoph Bauer

ChristophBauerDem PR-Blogger habe ich vieles zu verdanken – zum einen, dass durch die frühe Beschäftigung mit dem Medium Blog und dem Themenkomplex Social Media meine berufliche Laufbahn maßgeblich geprägt wurde. Zum anderen bin ich sehr dankbar, dass ich als Praktikant schon die Möglichkeit bekam, mich in einem so reichweitenstarken Medium in innovativen Themenfeldern auszutoben und Lob als auch Häme zu spüren bekam. In diesem Sinne: Auf die nächsten 10 Jahre!

Heike Bedrich

HeikeBedrichTalismanHappy Birthday, lieber PR-Blogger! Ich kann mich noch gut an die ersten “Geburtsmomente” erinnern, wie Klaus seine ersten Beiträge schrieb und wie Doris, Kira und ich alle staunend das neue Magazin im Internet betrachteten. Bloggen, es war damals ja so aufregend (und ist es heute immer noch!). Kurze Zeit später, ich glaube es war im Frühjahr 2005, startete ich ebenfalls mit meinen ersten Posts. Ich schrieb fünf Jahre lang für den PR-Blogger, vor allem zu den Themen PR & Marketing, Big Data und Social Media. Ich kann mich noch gut an die Beiträge zum PR-Mitarbeiter 2.0 erinnern. Auf diese Beiträge haben so viele Menschen kommentiert, das war unglaublich. Der PR-Blogger hat sowieso die Branche und besonders bloggende PR-ler in den letzten Jahren auf eine ganz besondere Weise miteinander verbunden. 10 Jahre, was für eine Erfolgsgeschichte!

Thomas Pleil

ThomasPleilZehn Jahre PR-Blogger – was für eine Ewigkeit im Netz! Im Rückblick auf diese zehn Jahre nehme ich einen persönlichen Widerpruch wahr: Es ist ja in der Onlinekommunikation in dieser Zeit so unglaublich viel passiert: Facebook wurde erst langsam zum blauen Riesen, Youtube brachte auf breiter Front Bewegtbild ins Netz und dieses anfangs so seltsam wirkende Twitter wurde auch was Großes – während Podcasting, mit dem wir in schönster Brecht’scher Manier höchste Erwartungen hegten, denn doch ein Nischenthema geblieben ist. Doch trotz all dieser und vieler anderer Entwicklungen im Netz: Blogs sind mir irgendwie noch immer besonders wertvoll und mein Anker im Social Web.

Und an dieser Wahrnehmung haben auch der PR-Blogger und Klaus Eck einen Anteil. Denn als ich im Sommer 2004 meinen ersten wissenschaftlichen Artikel zur Bedeutung des Web 2.0 für die PR geschrieben habe, sind mir Klaus und eine Handvoll andere ständig begegnet. Das Besondere: Klaus war bei den ersten, die mir zunächst nur digital – eben in und durch Blogs – begegnet ist. Ich habe Klaus damals regelmäßig gelesen, mit ihm in den Kommentaren diskutiert, und irgendwann kam sein Vorschlag, ich könne doch auch im PR-Blogger schreiben – getroffen hatten wir uns bis dahin noch immer nicht. Ab Herbst 2004 war ich also Autor in einem Blog – ein Status, der fast 50 Posts lang anhielt, bis eigene Blogprojekte und andere Aufgaben mir dazu leider keine Zeit mehr ließen.

Doch durch das Schreiben im PR-Blogger habe ich mehreres gelernt: Natürlich, dass Bloggen Spaß macht – viel mehr aber, wie wertvoll es ist, Informationen zu teilen und aktuelle Themen mit Bekannten und Unbekannten, aber mit dem selben fachlichen Interesse, zu diskutieren. Und ganz ehrlich: Ohne das Bloggen hätte ich viele Menschen, die mir heute wichtig sind, nicht kennen gelernt, und ich hätte vieles, das für mich in der Lehre längst selbstverständlich ist, so nicht gewusst. Insofern gratuliere ich Klaus Eck an dieser Stelle nicht nur zu zehn Jahren PR-Blogger, sondern verbinde dies mit einem dicken „Dankeschön“ – auch im Namen meiner Studierenden!

Petra Sammer

PetraSammerZehn Jahre? Aber das kann doch gar nicht sein. Ich sehe mich noch im Löwenbräukeller mit Klaus Eck am Biertisch sitzen und über eNewsletter diskutieren, jenen Anfängen von eCommerce und eMarketing und damit auch den Anfängen des PR Bloggers. Im Gegensatz zu einem bayerischen Biergarten, der sich eigentlich nie verändert, hat sich die digitale Welt massiv gewandelt. Damals ging es um – aus heutiger Sicht – antik anmutende Tools wie Newsletter und Online-Abonmenten. Später kamen dann Corporate-Blogs dazu und heute ist die Palette an Tools und Taktiken, über die man sich auf dem PR-Blogger informieren kann schier unendlich.

Doch aus all den Ereignissen seither, muss ich eine kleine Geschichte hier loswerden, die mir für immer mit dem PR-Blogger in Erinnerung bleiben wird: Es gab eine Zeit, als Marketing und PR sich wie wild auf das Social Game „SecondLife“ stürzten. Und ich hatte zusammen mit dem Kollegen Lukas Adda gerade einen Award für die beste Online-Kampagne des Jahres gewonnen. Mit einem SecondLife-Projekt. Ja, ohne Witz! Grund genug für Klaus Eck und den PR-Blogger mich zu einer Blogparade zum Thema SecondLife einzuladen – obwohl man das früher nicht Blogparade nannte. „Kein Problem,“ sagte ich und versicherte meine Teilnahme. Kein Problem wäre es auch gewesen bis … ja bis ich nach einem Bild von mir gefragt wurde.

Nun, ein Portraitfoto hätte ich sofort zur Hand gehabt, aber ich wurde stattdessen um ein Foto meines Avatars in SecondLife gebeten. Wer in SecondLife mitspielen wollte, musste sich eine Spielfigur geben, einen Avatar. Dazu gab es ein Standardrepertoire, aus dem man auswählen konnte. Für Damen gab es zum Beispiel „Good Girl“ mit blonden Zöpfen oder „Bad Girl“ mit Tanktop dunklen Haaren. Da ich mich weder mit „Good“ noch „Bad“ anfreunden konnte, wählt ich eine Tierfigur. Einen lächerlichen Hoppelhasen. Nicht ahnend, dass ich aufgefordert werden könnte, mich mit diesem Avatar auf einer öffentlichen Plattform wie dem PR-Blogger zu outen. Das durfte auf keinen Fall passieren! Also versuchte ich schnell noch, meinen Avatar zu optimieren, um mich wenigsten ein bisschen seriös zu präsentieren.

Nach sechs Stunden und unendlicher Versuche, meinen Avatar irgendwie anzupassen und aufzuhübschen, gab ich schließlich verzweifelt auf und musste das Bild eines glatzköpfigen Hasen schicken, dem die Ohren abgefallen waren. Zumindest konnte ich das unvermeindliche Puscheschwänzchen loswerden. Klaus verzichtete dann netterweise auf die Abbildung dieser unwürdigen Kreatur. Doch seither hängt mein Avatar in dieser Unvollendung irgendwo rum – im SecondLife. Seither hat sich die digitale Welt weitergedreht. Gott sei Dank.

Doch Klaus Eck ist wie schon vor 10 Jahren mit dem gleichen Eifer und Vision – jetzt mit einem schlagkräftigen Team – in diesen Welten unterwegs. Und für mich ist es immer wieder ein Wunder, wo sie diese Ausgeglichenheit und Geduld hernehmen, um den nicht-enden-wollenden Fragen immer wieder Antwort zu geben. Es würde mich nicht wundern, wenn Klaus Eck und Team in den zahlreichen Workshops und Trainings dann einfach mal sagen: „Lesen Sie es doch selbst auf www.pr-blogger.de nach.“ Und Recht hätten sie. Ganz herzliche Gratulation zum 10!

Heinz Wittenbrink

HeinzWittenbrinkKlaus Eck hat mich 2011 gefragt, ob ich für den PR-Blogger schreiben möchte. Ich habe damals kurz gezögert, weil ich es nicht einmal schaffte, mein eigenes Blog einigermaßen regelmäßig fortzusetzen. Warum sollte ich da für den PR-Blogger schreiben, dessen Themen sich dazu noch mit meinen überlappen?

Ich habe dann festgestellt, dass ich für den PR-Blogger ganz anders schreibe als für mein eigenes Blog. Ein Blog ist nicht nur Ausdruck einer Person oder einer Gruppe. Wenn es gut ist, hat es seine eigene Logik, man könnte sagen: eine _Bloglinie_, so wie Magazine eine Blattlinie haben. Für mich ist der PR-Blogger ein Beispiel für ein Blog mit Linie. Diese Linie ergibt sich beim Schreiben. Sie ist nicht eine Regel, an die man sich hält oder halten muss.

Der _PR Blogger_ – das war für mich in seinen ersten Jahren sein Gründer, Klaus Eck. Inzwischen steht der Name für ein merkwürdiges Kollektiv, für einen Autor, oder für eine Autorin, die von ihrem Blog produziert wird, und auch für dieses Blog selbst. Das war vielleicht nicht so beabsichtigt, und es ist sicher nicht bei vielen Blogs gelungen. Der PR-Blogger ist, obwohl so viele bei ihm mitschreiben, ein Blog geblieben, ein immer improvisiertes, schnelles Produkt. Das ist wohl nur möglich, weil er einen Ton, eine Stimme gefunden hat, die man wiederkennt, und die auch die Autoren wiedererkennen und wiederfinden.

Aber sorry – ich philosophiere jetzt schon zu angestrengt über dieses Blog. Es ist unpathetisch und pragmatisch. Den größten Gefallen tut man ihm wohl, wenn man an ihm weiterschreibt. Und das verspreche ich
zu tun – öfter als in den letzten Jahren.

 

Bildnachweis: Daniel Ackermann, Verena Schmunk, Stefanie Söhnchen, Christoph Bauer, Heike Bedrich, Thomas Pleil, Petra Sammer, Heinz Wittenbrink, Shutterstock

      


Der PR-Blogger wird 10 Jahre alt

Wie relevant sind Blogs für Unternehmen? Müssen Sie ein Corporate Blog eröffnen? Oder ist der Kontrollverlust zu groß? Seit Juli 2004 schreibe ich unter anderem darüber im PR-Blogger. Das ist in der Social Media Welt ein sehr langer Zeitraum und ein guter Grund für uns zu feiern. Ich freue mich sehr über den zehnten PR-Blogger Geburtstag.

Es fällt mir nicht immer leicht, die Disziplin aufzubringen über 10 Jahre im PR-Blogger zu schreiben. In dieser Zeit hat sich viel verändert, auch meine Interessen und mein Business haben sich gewandelt. Deshalb bloggen wir längst nicht nur über die Online-Kommunikation, sondern auch über viele verwandte Themen im PR-Blogger.

Als ich im PR-Blogger zu schreiben begann, gab es erst wenige Blogger und Corporate Blogs hierzulande. Alles war überschaubar. Demgegenüber gibt es heute viele Blogger-Szenen (Food-Blogs, Mode-Blogs, Reise-Blogs, Auto-Blogs, IT-Blogs etc.), die gar keine große Berührung mehr zueinander haben. Alles wirkt fragmentierter und unübersichtlicher.

Das Bloggen macht mir nach wie vor viel Freude und funktioniert sehr gut. Im PR-Blogger kann ich längere Texte veröffentlichen, während Twitter, Facebook oder Google+ nur für die kurze Form geeignet sind. Blogartikel liefern den Stoff für die Content Curation. Sie lassen sich sharen, wenn sie spannend sind. Außerdem ermöglichen sie uns, eine Geschichte in all ihren Argumenten zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen. Im Gegensatz zu festgefügten journalistischen Formaten sind Blogs fluider.

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Bloggen ist trotzdem kein reines Vergnügen, es ist harte Arbeit, wenn Sie auf Dauer erfolgreich sein wollen. Es kostet viel Zeit für die redaktionelle Arbeit, die ich mir selbst nehmen oder oft anderen zur Verfügung stellen muss. Das spüren auch die Unternehmen, die ein Corporate Blog betreiben und prbloggen. Wer seine Blog-Themen für das Agenda Setting nutzen will, muss dafür recherchieren und fabulieren können.

Natürlich kann jeder für sich selbst ein Blog betreiben und damit auf seiner (einsamen) Insel zufrieden sein. Doch seien wir ehrlich. Die meisten Blogger erhoffen sich ein Feedback Ihrer Leser, wollen sehen, ob ihre Inhalte gelesen, gemocht und geteilt werden.

Als ich früher noch die meisten Artikel selbst verfasst habe, war der PR-Blogger meine Kommunikationszentrale. Das hat sich mittlerweile etwas gewandelt, zumal nicht nur Mitarbeiter meines Unternehmens, sondern auch andere PR- und Marketing-Profis im PR-Blogger publizieren und ich eine Herausgeberrolle angenommen habe. Aus diesem Grunde blogge ich außerdem noch regelmäßig auf Medium unter Klaus Eck.

In meinem PR-Blogger-Start-Artikel habe ich 2004 folgendes geschrieben:

“Immer wieder werden neue Weblogs eröffnet. Die meisten aber schon nach kurzer Zeit wieder stillgelegt. Doch das habe ich mit dem PR Blogger nicht vor. Erfahrungen mit Weblogs habe inzwischen einige gesammelt und dabei die unterschiedlichsten Plattformen und Tools ausprobiert. … Im PR Blogger werde ich mich mit der Online-Kommunikation und PR-Konzepten für Weblogs dezidierter auseinandersetzen und auch eigene Beispiele anführen. Das ist in einem IT-Weblog wie cyDome nicht so passend. Deshalb gibt es jetzt mit dem “PR Blogger” ein weiteres Business Weblog der Content Business Agentur econcon. … Allzu viele PR-Weblogs gibt es weltweit anscheinend noch nicht. Doch ich bin zuversichtlich, dass die Kommunikationsbranche sich schon bald der neuen Möglichkeit annimmt und Weblogs im Rahmen der Online-PR einsetzen wird. Der PR Blogger wird regelmäßig auf alle Trends im Bereich PR-Weblogs eingehen und auch über neue Ideen berichten.”

Mein Versprechen konnte ich bislang einhalten. Nach dem Motto: der PR-Blogger ist entstanden, um zu bleiben. In den vergangenen zehn Jahren hat sich vieles geändert, aber das Thema Content-Strategie und Content-Marketing ist erneut ein wichtiges Thema geworden. Deshalb publizieren wir sehr viel über diese Themen im PR-Blogger. Allerdings liegt econcon lange zurück, seit einem Jahr heißt mein Unternehmen Eck Consulting Group (vormals Eck Kommunikation).

Im PR-Blogger schreiben inzwischen zahlreiche Autoren über die neuesten Trends und Entwicklungen in Marketing, PR und Content-Strategie. Bei allen bedanke ich mich hiermit herzlich, aber auch bei Ihnen als Leser. Ihr Feedback ist uns wichtig, deshalb scheuen Sie sich nicht, unsere Beiträge zu kommentieren oder Fragen zu stellen. Wir freuen uns darauf.

>> PR-Blogger: Relaunch der PR-Bloggers zum 9 Geburtstag

 

Bildquelle: Shutterstock

      



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