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Salesforce World Tour: Was macht diese Marke so erfolgreich? and more...

Salesforce World Tour: Was macht diese Marke so erfolgreich?

Die Salesforce World Tour in München demonstrierte Anfang Juli, dass Marketing und IT bei Salesforce nicht nur nebeneinander, sondern miteinander agieren. Leider ist das in vielen anderen Konzernen nicht so. Vielleicht lohnt es sich, einen näheren Blick auf die globale Marke Salesforce zu werfen.

 

Jeder hat wohl schon die eine oder andere langatmige Keynote gehört und dabei das Ende herbeigesehnt. Umso gespannter war ich auf die zweistündige Keynote von Marc Benioff – und ich war nicht die Einzige. Bereits beim Betreten der Halle war allerdings klar, dass uns hier kein simpler Vortrag, sondern Entertainment erwartet: Wer Kunden gewinnen will, muss eben bewegen.
Genau das tut Salesforce CEO Marc Benioff auch in seiner „Show“: Er demonstriert anhand ausgewählter Kunden und ihrer Projekte, wie sein Unternehmen arbeitet und was seine Produkte leisten können. Eine Mischung aus Videos, Interviews und Live-Gesprächspartnern haucht der Marke Leben ein und lässt den Zuschauer in die Salesforce-Welt eintauchen.

Eine aus deutscher Sicht zwar erst etwas gewöhnungsbedürftige, sehr „amerikanische“ und spätestens seit Steve Jobs bestens bekannte Darbietungsart, die aber über reine Selbstdarstellung hinausgeht und Wirkung zeigt: Salesforce lässt seine Kunden zu Wort kommen und erfolgreiche Projekte für sich sprechen. Das Ergebnis ist eine perfekte Inszenierung der Marke und ihrer Kunden, die die Frage aufwirft: Was steckt hinter dem Erfolg von Salesforce?

Schnelligkeit ist erfolgsentscheidend

Natürlich ist es nie ein einzelner, alleinstehender Grund, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Allerdings hat man bei Salesforce den Eindruck, dass „technologieorientiert“ hier nicht nur ein zeitgemäßes Schlagwort ist, sondern bereichsübergreifend verstanden und gelebt wird. Damit das so bleibt, investiert das Unternehmen in Analysen, Umfragen und Studien, deren Ergebnisse nicht nur für IT-Unternehmen interessant sind: Branchenübergreifend rät Philip Carter, IT Industry Analyst bei IDC, weiter auf Apps, Big Data und Schnelligkeit in der Entwicklung zu setzen.

Doch besonders die Schnelligkeit ist für viele deutsche Unternehmen ein schwerer, oft noch unvorstellbarer Schritt, denn er heißt: mutig sein, „unfertige“ Beta-Versionen veröffentlichen und Risiken eingehen. Die Angst vor Fehlern und vor dem Scheitern ist so groß, dass die meisten Entscheider noch davor zurückschrecken, diesen Weg zu beschreiten. Doch wer darüber nachdenkt, wird feststellen, dass ein außerhalb des Reagenzglases entwickeltes Produkt häufig nicht nur besser (weil in Zusammenarbeit mit den Kunden bzw. den Usern entwickelt) ist, sondern auch, dass es weniger schnell „veraltet“ ist und so Ressourcen für aufwändige Komplett-Relaunches geschont werden können. Der wichtigste Vorteil aber ist die Schnelligkeit: Nur wer schnell seine Idee entwickeln und der Öffentlichkeit präsentieren kann, ist der Konkurrenz einen Schritt voraus. Das Ziel heißt also „Trial-and-Error“ – oder: Nur wer wagt, gewinnt.

Die Externen von heute sind die Mitarbeiter von morgen

Doch datenbasiertes Weiterentwickeln anhand des Nutzerverhaltens ist nur eine Art, die geschlossene Entwicklungsumgebung zu verlassen. Eine andere ist, die globale Entwicklercommunity zu aktivieren und zu integrieren. Salesforce geht diesen Schritt nach außen und gibt sowohl Kunden als auch allen Interessierten die Möglichkeit, selbst zum Entwickler zu werden. Dafür können Erstere die sog. „Sandbox“, Letztere die „Coder Hall“ nutzen; Entwicklungsumgebungen, die eine vollumfängliche Kopie der Salesforce1-Plattform darstellen. Aktiv werden und eigene Apps erstellen und synchronisieren kann jeder, unabhängig von der persönlichen Programmiererfahrung, wie Peter Chittum und John Stevenson bei einer kleinen, von Salesforce organisierten, Blogger-Fragerunde erklärten. Auch ein Forum zum Austausch innerhalb der Community und einen „Marketplace“ zum Anbieten der eigenen App gibt es. Damit erweitert Salesforce sein eigenes Entwicklerteam und ist ganz nah dran an neuen Ideen.
Das galt auch für den „Wearables“-Hackathon in Berlin, bei dem Salesforce den Teilnehmern 48 Stunden Zeit gab, innovative Apps zu entwickeln. Das Resultat: viele spannende Ideen und die Gewinner-App, die per Check-In-Funktion und Notification ungenutzter Wartezeit ein Ende macht.

Doch das Unternehmen setzt nicht nur auf Entwickler, die schon wissen, was sie tun, sondern investiert auch in den Coder-Nachwuchs: Als Unterstützer der CoderDojo Foundation zeigt es, dass es auch bereit ist, nachhaltige Projekte ohne direkten ROI zu fördern.

Früh übt sich, wer ein guter Programmierer werden will. #CoderDojo #salesforcelive

A photo posted by Franziska Stadler (@franzistadler) on

Gerade wegen der Schnelligkeit der IT-Branche ist das wohl die lohnendste Investition, um langfristig Erfolg zu haben, denn für diesen bedarf es guter Fachkräfte, die ihr Metier verstehen – egal, in welcher Abteilung sie arbeiten.

Was man von amerikanischen Unternehmen lernen kann

Als ich letzte Woche der Einladung von Salesforce in die Hallen der Messe München folgte, war ich zuerst noch unschlüssig, was ich von dem Tag mitnehmen würde. Rückblickend aber waren es spannende Einblicke in ein globales Unternehmen, die zeigen, wie wichtig eine verständnisvolle Kooperation auf Augenhöhe sowohl außerhalb als auch innerhalb eines Unternehmens ist.
An dieser Stelle möchte ich noch meinen Dank an Meike Leopold und das ganze Team für die gute Organisation des schönen Blogger-Events aussprechen.

Da die Salesforce World Tour aber natürlich noch mehr zu bieten hatte und jeder Besucher eigene Eindrücke mitnimmt und weitergibt, möchte ich auf die bereits erschienen Beiträge der anderen Blogger hinweisen, die zusammen mit mir live dabei sein durften:

Titelbild: Salesforce

      



Content-Marketing: Warum sich die Content-Analyse lohnt

It’s all about the numbers! Dieser Satz führt zu über 1 Milliarde Suchergebnissen bei Google. Bei so vielen Treffern muss da doch was dran sein, oder? Allerdings fehlt vielen Unternehmen noch immer der Antrieb, sich über das eigene Bauchgefühl oder weiche Kennzahlen hinweg mit dem Thema der Content-Analyse und den Zahlen auseinanderzusetzen. Für einen zielorientierten und optimierten Einsatz von Content-Marketing ist dies jedoch unerlässlich.

 

Viele Menschen mag die Menge an Zahlen, die mithilfe von Google Analytics, TwitterCounter, dem Facebook Business Manager oder den YouTube Insights gewonnen werden können, erschlagen. Hat man sich einmal durch den Zahlenwald gekämpft, bieten sie gleichwohl wertvolle Einblicke. Doch eines vorweg: Dies ist keine Ode an die Zahlen, denn die Analyse ist kein Allheilmittel für mäßigen oder gänzlich erfolglosen Content.

Content Analytics

Eine Systematisierung der Zahlen

Eine Kategorisierung der Content-Marketing-Kennzahlen kann eine erste Orientierungshilfe sein und die einschüchternde Wirkung der Zahlen reduzieren. Den Einstieg erleichtern Konsumkennzahlen wie (Page) Views, Downloads oder Average Time on Page. Möchte man herausfinden, womit der Besucher der Seite seine Zeit zubringt, empfiehlt es sich ein Event Tracking zu etablieren. Hierüber lassen sich beispielsweise Ableitungen für die Verbesserung der Sharing Möglichkeiten sowie der redaktionellen und visuellen Inhalte treffen.

Eine alleinige Auswertung dieser KPIs reicht indes nicht aus. Vielmehr entsteht daraus eine Vielzahl weiterführender Fragen, die bei eingehender Betrachtung des Datenmaterials beantwortet werden können.

Konsumieren Nutzer lediglich einen Inhalt (Bounce Rate) oder klicken Sie sich durch mehrere Seiten (Pages per Visit)? Bleibt es bei einem Besuch der Website oder kehren die Rezipienten wieder (Return Rate)? Betrachtet man seine Social Media Kanäle sind hier insbesondere die eigenen Follower von Bedeutung. Die sogenannten Retention Metrics lassen Rückschlüsse darauf zu, ob der User mit den Inhalten erreicht wird und sich eine längerfristige Beziehung herstellen lässt.

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If you care, you share (and engage)

In Zeiten der extensiven Social Media Nutzung ist das Teilen der Inhalte und die damit verbundene Sichtbarkeit unbestritten ein wichtiger Teil der Analyse. Likes, Shares und Tweets sind schließlich mit dem Ziel verbunden, Brand Awareness zu schaffen. Sie zeigen, dass dem Inhalt Beachtung geschenkt wird und er relevant für den entsprechenden User ist.

Eng verbunden mit den Konsumkennzahlen und Retention Metrics ist das Engagement. Anders als Likes und Shares, die durch einen Buttonklick erfolgen, zeugen Kommentare von einem tiefergehenden Interesse an dem veröffentlichten Inhalt. Zu den Engagement Metrics zählen speziell für Blogs und Websites die Session Duration und Page Depth, die Auskunft darüber geben wie lange Besucher auf einer Website verbleiben und wie viele Pages dabei besucht werden.

Leads generieren und Umsatz erzielen

Die Erstellung von Content dient letztlich immer zwei Bestrebungen:

  • einen positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg zu erzielen und
  • die Markenwahrnehmung nachhaltig zu beeinflussen.

Diesbezüglich ist eine der wertvollsten Kennzahlen die Conversion Rate und damit verknüpft die Generierung von Leads. Wer sich für einen Newsletter anmeldet oder seine Kontaktdaten über ein Formular zur Verfügung stellt schreitet im Sales Funnel fort – ein Umsatz wird immer wahrscheinlicher.

Möchte man ein Content-Stück mit der Generierung von Leads in Verbindung bringen ist die Verwendung eines Kampagnentrackings in einer Marketing Automation Plattform zweckdienlich. Über die Leads hinaus besteht zudem die Möglichkeit, konkrete Umsätze auf einen Inhalt zurückzuführen. Allerdings ist eine exakte Gegenüberstellung von entstandenem Aufwand durch die Content-Erstellung und Erzielung von Umsätzen nicht zwingend erforderlich, da Content-Marketing auch einen indirekt Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.

Content Analyse Kennzahlen

Riskieren und probieren

Schlussendlich lassen sich über Kennzahlen Implikationen für die Optimierung des eigenen Contents ableiten. Hierbei sollte jedoch die Experimentierfreudigkeit nicht zu kurz kommen. Neben inhaltlichen Variationen können sich beispielsweise Modifikationen in der Länge des Contents oder bei den Veröffentlichungszeitpunkten lohnen. Nicht zuletzt entscheiden die Leser darüber, welcher Content gut ist und welcher nicht.

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Wer das Potenzial von gutem Content nicht verschenken möchte, ist grundsätzlich gut beraten, sich mit der Analyse auseinanderzusetzen. Letztlich kann so die Effizienz deutlich verbessert und eine zielgruppengerechte Ausrichtung der Inhalte erreicht werden. Wie sehen Sie die Content-Analyse? Ist sie verlorene Liebesmüh oder lohnt es sich die Zeit zu investieren? Ich freue mich, Ihre Meinung zu diesem Thema zu hören.

Bildquelle: Shutterstock

      



@KT_Neumann: Social CEO erreicht 10.000 Twitter-Follower

Dr. Karl-Thomas Neumann ist der erste europäische Vorstandschef eines Autoherstellers bei Twitter. In seinem ersten Tweet hatte der Opel-Chef seinen Followern versprochen, sie über Opel und das größte Comeback in der Automobilindustrie auf dem Laufenden zu halten. Mit dieser Social-CEO-Kommunikation auf Twitter setzt er neue Maßstäbe in digitaler Nahbarkeit. Dass er als digitaler CEO überzeugt, zeigen nicht nur 10.000 Follower auf Twitter, sondern auch sein Videocast, mit dem er auf YouTube erfolgreich ist.

 
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Herzlichen Glückwunsch zu mehr als 10.000 Followern auf Twitter. Damit sind Sie ein digitaler Vorreiter in Deutschland. Ein CEO hat sehr wenig Zeit, aber Sie nehmen sie sich dennoch, um zu twittern. Warum eigentlich?

Weil wir bei Opel etwas verändern und bewegen wollen. Die Marke hatte in den letzten Jahren an Strahlkraft verloren, vor allem in Deutschland. Als ich im März 2013 bei Opel anfing, habe ich sofort meiner Belegschaft gesagt, was meine Prioritäten sind: Wachstum einleiten und Kultur ändern. Zum Kulturwandel gehört für mich in Zeiten des Medienwandels auch, dass man als CEO digital kommuniziert.

Für mich überraschend: Ich bin einer der wenigen CEOs in Europa, der aktiv auf Twitter ist. In der Autobranche bin ich sogar der Einzige. Daran hat sich seit meinem Einstieg auf Twitter Mitte 2013 auch nichts geändert. Dabei birgt das Kommunizieren auf Social-Media-Kanälen aus meiner Sicht viele Chancen. Jeder kann mit mir in den Dialog kommen – sei es als Konsument, Händler oder Mitarbeiter.

Der direkte Austausch ist mir wichtig, denn ich kann hier – quasi als oberster Markenbotschafter – den Wandel der Marke Opel mitgestalten. Schließlich ist Nahbarkeit einer unserer Markenwerte. Klar kostet das auch Zeit, aber die nehme ich mir. Zumal ich mich sehr für Technik und Gadgets interessiere.

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Wie kommen Sie zu Ihren Tweets? Wie werden Sie dabei unterstützt?

Da sind wir komplett transparent: Ich tweete vieles selber, gebe Einblicke in Dinge, zu denen man sonst keinen oder erst verspätet Zugang bekommt. Da ist auch schon mal ein Bild aus meinem Urlaub oder von meinen Flugexperimenten mit Drohnen dabei – ein „Drohnie“.

Wenn ich selbst tweete, kennzeichne ich diesen Tweet mit „\KTN“. Das ist also klar erkennbar. Natürlich werde ich aber auch von meinem Social-Media-Team unterstützt. Das ist auch notwendig, da ich einen sehr engen Zeitplan habe und nicht immer sofort reagieren kann. Social Media lebt aber von der Schnelligkeit – aber es verlässt kein Tweet meinen Account, den ich nicht vorher abgesegnet habe.

Was reizt Sie persönlich an Twitter besonders? Was gefällt Ihnen daran am besten?

Der persönliche Austausch ist das Spannende. Natürlich halte ich mich auch über meinen Feed auf dem Laufenden, sei es über die aktuelle Nachrichtenlage oder auch über die Aktivitäten der Leute, denen ich folge. Ganz besonders interessant finde ich auch das Kommentieren und Diskutieren parallel zu Events.

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Wie reagieren Ihre Mitarbeiter auf das Twittern? Werden Sie darauf angesprochen?

Das Echo ist sehr positiv. Ich kann nicht jeden Opel-Mitarbeiter dazu überreden, sich bei Twitter anzumelden. Aber habe eine ganze Menge Follower, die Mitarbeiter sind. Auch das sehe ich als Chance. Denn ich kann nicht mit allen Kollegen persönlich in Kontakt sein.

Twitter erlaubt es jedoch, den mehr als 34.500 Opel-Mitarbeitern, näher an mir als CEO dran zu sein und über Entscheidungen und neue Fahrzeuge informiert zu werden. Übrigens gibt es neue Produkte immer zuerst auf meinem Twitter-Kanal zu sehen – das Folgen lohnt sich also.

Antworten Sie Ihren Followern auf Twitter? Wie gehen Sie dort mit Feedback und der Twitter-Kommunikation insgesamt um?

Es liegt auf der Hand, dass ich nicht jede einzelne Frage oder Anmerkung auf Twitter persönlich beantworten kann. Aber wenn ich die Gelegenheit habe oder mir ein Thema besonders wichtig ist, dann antworte ich selbstverständlich. Ab und zu gibt es dann natürlich auch Diskussionen, aber ich sehe Feedback generell als etwas Wertvolles an. Nur wenn wir darauf hören, was die Menschen wollen, gelingt auch das Comeback der Marke Opel. Wir sind auch hier auf einem sehr guten Weg!

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Twittern? Was wollen Sie damit konkret erreichen?

Ich arbeite ganz konkret am Umbau der Marke. Unsere Produkt- und Motoren-Offensive, unsere Werbekampagnen, wie Umparken im Kopf, und gute PR- und Social Media-Arbeit: All das sind Bausteine, die zum Erfolg führen werden. Davon bin ich überzeugt. Im Zusammenspiel sind diese Maßnahmen sehr schlagkräftig, wie man an unseren Erfolgen in den vergangenen zwei Jahren sehen kann.

In Deutschland gibt es erst wenige twitternde CEOs. Sollten auch andere CEOs twittern? Was raten Sie denjenigen, die es versuchen wollen?

Ich kann nur den Rat geben: digitalisieren Sie sich! Ich glaube, alle CEOs, die das Potenzial nicht erkennen, machen einen Fehler. Der CEO ist das Gesicht einer Firma: Unternehmensentscheidungen werden mit der Person in direkten Zusammenhang gebracht. Ich bin quasi Unternehmenslenker und Chief Reputation Manager in einer Person. Wer sein Business heute nicht konsequent auf den digitalen Wandel hin ausrichtet, ist möglicherweise in einigen Jahren nicht mehr im Geschäft. Warum sollte das in der Kommunikation anders sein?

Wer den Schritt macht, der sollte einen klaren Plan haben, festlegen wofür er steht, welche Themen in den Vordergrund gerückt werden. Entscheidungswege müssen schnell und kurz sein. Twitter funktioniert in Echtzeit, einen Tweet in eine Freigabeschleife zu geben, der drei Tage dauert, ist nicht zeitgemäß. Deshalb bin ich für mein Social-Media-Team auch immer greifbar.


Bilder: © GM Company

      



Aufmerksamkeit und Reputation: Bloggen bei LinkedIn

Hillary Clinton tut’s, Jack Welch tut’s, Richard Branson tut’s auch. Diese drei und zig Tausende andere bloggen/schreiben bei LinkedIn. Jede Woche werden dort mehr als 130 000 Beiträge veröffentlicht, nicht kurze Posts mit einem Link. Publizieren im weltweiten Business-Netzwerk ist eine große Chance für die eigene Positionierung, Online-PR, Content Management und Lead Generierung. Und: es ist bei LinkedIn ganz einfach.

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Lieber bloggen? Oder auf Medium publizieren? Oder gleich auf LinkedIn veröffentlichen? Mit über 360 Millionen Mitglieder weltweit und über sechs Millionen im deutschsprachigen Raum ist das Business-Netzwerk der ideale Resonanzraum für die eigenen Beiträge. Denn im Gegensatz zum eigenen Blog oder zu Medium muss man sich die „Audience“ nicht extra aufbauen, sondern kann hier gezielt seine Kontakte nutzen.

Jedem Kontakt wird mein neuer Artikel („long form“oder „Post“ nennt ihn LinkedIn) in den „Updates“ angezeigt, die Artikel lassen sich abonnieren, teilen und kommentieren. Gefällt der Text, so sorgen die Algorithmen bei LinkedIn dafür, dass er es auf die netzwerkeigene Plattform „Pulse“ schafft. Und die ganz bekannten und beliebten Autoren werden dann als LinkedInfluencer ausgezeichnet. Deren prominent platzierte Beiträge bringen es dann schon mal auf mehr als 500 000 Abrufe.

Von solchen Zahlen können deutschsprachige Autoren bislang nur träumen. Und das hat nicht nur mit der Sprache zu tun. Peter Schwierz, Gründer und Chefredakteuer des Elektromobilitäts-Branchendienstes „electrive.net“, schreibt zwar seine LinkedIn-Beiträge – immerhin 580 Abonnenten -auf Englisch, aber er kann sich schon freuen, wenn die Zahl der Leser dreistellig wird. Das kann aber auch rein handwerkliche Gründe wie etwa die bei ihm immer gleichen Überschriften haben.

Bild und Überschrift entscheiden

Bleiben wir beim Handwerk: Die Überschrift und das Bild entscheiden, ob ein Beitrag überhaupt wahrgenommen wird. Das wissen nicht nur die Profijournalisten vom Boulevard. Bei LinkedIn sind nur diese beiden Elemente neben dem Autorenanmen und –bild in den Übersichten sichtbar. Der Tipp von LinkedIn für angehende Publisher: Wählt „outstanding“ Fotos und „Choose clarity over cleverness“. Keine Wortspiele, keine Listen-Aufzählungen, aber trotzdem SEO-optimiert formulieren … Die Themen liegen auf der Hand: Keine plumpe PR, keine Jubelarien. Aber: womit beschäftige ich mich? Was bewegt mich zu Branchenthemen? Wie will ich inspirieren, mich positionieren, womit will ich auf mich aufmerksam machen? Welche Geschichte über mich, mein Produkt, meine Dienstleistung, mein Unternehmen will ich erzählen? Themen, die auch mehr als nur einen Artikel wert sind. Und nur ungern recyclete Beiträge aus dem eigenen Blog.

Stehen das Thema, Bild und der Text, ist das reine Publizieren kein Hexenwerk mehr. Über 260 Millionen LinkedIn-Nutzer steht auf ihrer Startseite über den Updates rechts das kleine ockerfarbene Kästchen mit dem Stift („Beitrag veröffentlichen“ bzw. „publish a post“) zur Verfügung. Der Editor ist einfach zu bedienen, man kennt Ähnliches von Contentmanagement-Systemen, WordPress oder Medium.

Statistik hilft bei der Erfolgsanalyse

Ist der Artikel fertig und online, dann geht’s an die Vermarktung: Ein Tweet, ein Hinweis auf Facebook, auf Xing, im eigenen Blog usw.. Großer Vorteil von LinkedIn: Seit ein paar Wochen gibt es auch für die Beiträge deutscher Autoren ausführliche Statistiken zu den Nutzern. Richtige Menschen mit Gesicht statt anonymisierten IP-Adressen aus Google Analytics für meinen Blog.

Lohnt es sich, auf LinkedIn zu publizieren? Wenn man gezielt Reichweite und Reputation in einer B2B-Zielgruppe aufbauen will, dann sollte man es zumindest ein paar Monate lang mit einem Dutzend gut geplanter und gut geschriebener Beiträge ausprobieren. Vorher sollte man allerdings testen, welche Kontakte, wer aus der gewünschten Zielgruppe (Unternehmen, Branche) kann überhaupt via LinkedIn erreicht werden. Mit über sechs Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum wird LinkedIn immer relevanter. Und SEO-Profis wissen’s: natürlich sind die Beiträge auch für Suchmaschinen wertvolles Futter

Best Practices for Publishing Posts on LinkedIn from LinkedIn

LinkedIn nennt selbst als ein Erfolgsbeispiel Symantec, die außerhalb Ihrer PR und anderer Aktivitäten gezielt IT-Entscheider erreichen wollten. Über einen Zeitraum von zwei Monaten veröffentlichten insgesamt fünf Senior-Manager jeweils zwei bis drei Beiträge pro Monat. Um Reichweite aufzubauen wurden acht dieser Posts gezielt an IT-Entscheider als „Sponsored Post“ ausgeliefert. Ergebnis: mehr als eine Million Impressions der bezahlten Beiträge, die Interaktionen auf dem Firmenprofil von Symantec in LinkedIn stieg um über 70 Prozent und innerhalb LinkedIn schon sich das Unternehmen bei IT-Entscheidern auf Platz 1 als „most relevant voice.“

Grafik/Bildquelle: LinkedIn

      


Einblicke ins Social Media-Verhalten in Deutschland

Neuling oder alter Hase – Unternehmen, die soziale Medien auf die Agenda setzen, stehen vor vielen Entscheidungen: Welche Plattformen sind wichtig? Wer nutzt was und wofür? Wo ist unsere Zielgruppe unterwegs? Getreu dem Motto: der Kunde, das unbekannte Wesen. Zum vierten Mal veröffentlichte Faktenkontor den Social Media-Atlas, der Licht ins Dunkel bringen soll.

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Das Social Media-Nutzungsverhalten der Deutschen

In einer repräsentativen Online-Befragung mit 3.450 Teilnehmern aus allen Bundesländern wurde das Nutzungsverhalten der deutschen Internetnutzer genauer untersucht und mit den Vorjahren verglichen. Dabei sind den Analysten nicht nur ein genereller Rückgang im Gebrauch von Social Media aufgefallen, sondern auch Unterschiede zwischen den Regionen: Insbesondere der Nordosten und Hessen haben deutlich an Usern verloren. Auffällig ist dabei die Isolation von Berlin: Die Hauptstadt führt das Ranking an und hat mit 73% die meisten Social Media-Nutzer; gleichzeitig ist sie umgeben von Brandenburg, dem Schlusslicht im Ranking. Die Nutzeranteile der beiden Länder trennen knapp 15 %.

Bundesweite Unterschiede in der Plattformwahl

Während Facebook – das weiterhin beliebteste soziale Netzwerk der Deutschen – in Bayern, Rheinland-Pfalz und im Saarland überdurchschnittlich viele Nutzer verzeichnen kann, findet sich das Social Media-affine Berlin mit den wenigsten Facebook-Usern auf dem letzten Platz.

Twitter – die oft erste Anlaufstelle für die Influencer-Suche – ist in keinem anderen Bundesland so beliebt wie in Hamburg. Dies und die hohe Nutzerquote des Job-Networks Xing – 15 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt – spricht für viele berufliche Social Media-Nutzer.

Generell zeigt der Jahresvergleich keine großen Entwicklungen. Am stabilsten präsentieren sich die großen sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und YouTube, die maximal ein Prozent gewonnen oder verloren haben. Ansonsten gibt es aktuell wenig Bewegung in der Social Media-Szene. Beruhigend ist daran, dass Unternehmen sich im letzten Jahr bei der Kanalwahl nicht grundlegend falsch entscheiden konnten, allerdings ist in der Entwicklung definitiv noch Luft nach oben.

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Mehrheit nutzt Social Media passiv

Wer Social Media nutzt, tut das meist nur als Konsument. Vor allem Videoportale wie YouTube und MyVideo zeigen das sehr deutlich: YouTube verzeichnet in Deutschland nur 16 % aktive Nutzer, aber 70 % passive. Dass die Mehrheit Videos nur ansieht ohne eigene hochzuladen, ist das eine. Das andere ist, dass auch keinerlei Interaktion von diesen Nutzern zu erwarten ist. Das Resultat ist in den YouTube-Analytics der meisten Kanäle allgegenwärtig: hohe View-Zahlen, aber nur selten Kommentare.

Hier besteht noch Handlungsbedarf, denn Interaktion ist gerade in den sozialen Netzwerken wichtig und auch ein Indikator dafür, ob der Content begeistern konnte. Natürlich haben es ‚Love-Brands‘ meist leichter, dennoch sollten andere Marken ausprobieren, ob ein höheres Engagement (z.B. eigens für YouTube produzierter Content) für mehr Aktivität in der Community sorgen kann.
Insgesamt zeigt sich, dass in der deutschen Social Media-Landschaft noch keine Mentalität des Gebens und Nehmens angekommen zu sein scheint.

Mehr Einblicke im Social Media-Atlas

Wer nun weitere Informationen und genauere Zahlen zum Social Media-Nutzungsverhalten der deutschen Internetnutzer möchte, dem seien die umfassenden Studienergebnisse von Faktenkontor ans Herz gelegt. Wofür nutzen die Deutschen Social Media? Wie wird sich das Verhalten in Zukunft ändern? Welche besonderen Erkenntnisse ergeben sich für die Fokusbranchen Automobil und Versicherung? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert Ihnen der Social Media-Atlas 2014/15.

Bildquellen: Shutterstock

      


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