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Aufmerksamkeit und Reputation: Bloggen bei LinkedIn and more...

Aufmerksamkeit und Reputation: Bloggen bei LinkedIn

Hillary Clinton tut’s, Jack Welch tut’s, Richard Branson tut’s auch. Diese drei und zig Tausende andere bloggen/schreiben bei LinkedIn. Jede Woche werden dort mehr als 130 000 Beiträge veröffentlicht, nicht kurze Posts mit einem Link. Publizieren im weltweiten Business-Netzwerk ist eine große Chance für die eigene Positionierung, Online-PR, Content Management und Lead Generierung. Und: es ist bei LinkedIn ganz einfach.

 
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Lieber bloggen? Oder auf Medium publizieren? Oder gleich auf LinkedIn veröffentlichen? Mit über 360 Millionen Mitglieder weltweit und über sechs Millionen im deutschsprachigen Raum ist das Business-Netzwerk der ideale Resonanzraum für die eigenen Beiträge. Denn im Gegensatz zum eigenen Blog oder zu Medium muss man sich die „Audience“ nicht extra aufbauen, sondern kann hier gezielt seine Kontakte nutzen.

Jedem Kontakt wird mein neuer Artikel („long form“oder „Post“ nennt ihn LinkedIn) in den „Updates“ angezeigt, die Artikel lassen sich abonnieren, teilen und kommentieren. Gefällt der Text, so sorgen die Algorithmen bei LinkedIn dafür, dass er es auf die netzwerkeigene Plattform „Pulse“ schafft. Und die ganz bekannten und beliebten Autoren werden dann als LinkedInfluencer ausgezeichnet. Deren prominent platzierte Beiträge bringen es dann schon mal auf mehr als 500 000 Abrufe.

Von solchen Zahlen können deutschsprachige Autoren bislang nur träumen. Und das hat nicht nur mit der Sprache zu tun. Peter Schwierz, Gründer und Chefredakteuer des Elektromobilitäts-Branchendienstes „electrive.net“, schreibt zwar seine LinkedIn-Beiträge – immerhin 580 Abonnenten -auf Englisch, aber er kann sich schon freuen, wenn die Zahl der Leser dreistellig wird. Das kann aber auch rein handwerkliche Gründe wie etwa die bei ihm immer gleichen Überschriften haben.

Bild und Überschrift entscheiden

Bleiben wir beim Handwerk: Die Überschrift und das Bild entscheiden, ob ein Beitrag überhaupt wahrgenommen wird. Das wissen nicht nur die Profijournalisten vom Boulevard. Bei LinkedIn sind nur diese beiden Elemente neben dem Autorenanmen und –bild in den Übersichten sichtbar. Der Tipp von LinkedIn für angehende Publisher: Wählt „outstanding“ Fotos und „Choose clarity over cleverness“. Keine Wortspiele, keine Listen-Aufzählungen, aber trotzdem SEO-optimiert formulieren … Die Themen liegen auf der Hand: Keine plumpe PR, keine Jubelarien. Aber: womit beschäftige ich mich? Was bewegt mich zu Branchenthemen? Wie will ich inspirieren, mich positionieren, womit will ich auf mich aufmerksam machen? Welche Geschichte über mich, mein Produkt, meine Dienstleistung, mein Unternehmen will ich erzählen? Themen, die auch mehr als nur einen Artikel wert sind. Und nur ungern recyclete Beiträge aus dem eigenen Blog.

Stehen das Thema, Bild und der Text, ist das reine Publizieren kein Hexenwerk mehr. Über 260 Millionen LinkedIn-Nutzer steht auf ihrer Startseite über den Updates rechts das kleine ockerfarbene Kästchen mit dem Stift („Beitrag veröffentlichen“ bzw. „publish a post“) zur Verfügung. Der Editor ist einfach zu bedienen, man kennt Ähnliches von Contentmanagement-Systemen, WordPress oder Medium.

Statistik hilft bei der Erfolgsanalyse

Ist der Artikel fertig und online, dann geht’s an die Vermarktung: Ein Tweet, ein Hinweis auf Facebook, auf Xing, im eigenen Blog usw.. Großer Vorteil von LinkedIn: Seit ein paar Wochen gibt es auch für die Beiträge deutscher Autoren ausführliche Statistiken zu den Nutzern. Richtige Menschen mit Gesicht statt anonymisierten IP-Adressen aus Google Analytics für meinen Blog.

Lohnt es sich, auf LinkedIn zu publizieren? Wenn man gezielt Reichweite und Reputation in einer B2B-Zielgruppe aufbauen will, dann sollte man es zumindest ein paar Monate lang mit einem Dutzend gut geplanter und gut geschriebener Beiträge ausprobieren. Vorher sollte man allerdings testen, welche Kontakte, wer aus der gewünschten Zielgruppe (Unternehmen, Branche) kann überhaupt via LinkedIn erreicht werden. Mit über sechs Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum wird LinkedIn immer relevanter. Und SEO-Profis wissen’s: natürlich sind die Beiträge auch für Suchmaschinen wertvolles Futter

Best Practices for Publishing Posts on LinkedIn from LinkedIn

LinkedIn nennt selbst als ein Erfolgsbeispiel Symantec, die außerhalb Ihrer PR und anderer Aktivitäten gezielt IT-Entscheider erreichen wollten. Über einen Zeitraum von zwei Monaten veröffentlichten insgesamt fünf Senior-Manager jeweils zwei bis drei Beiträge pro Monat. Um Reichweite aufzubauen wurden acht dieser Posts gezielt an IT-Entscheider als „Sponsored Post“ ausgeliefert. Ergebnis: mehr als eine Million Impressions der bezahlten Beiträge, die Interaktionen auf dem Firmenprofil von Symantec in LinkedIn stieg um über 70 Prozent und innerhalb LinkedIn schon sich das Unternehmen bei IT-Entscheidern auf Platz 1 als „most relevant voice.“

Grafik/Bildquelle: LinkedIn

      



Einblicke ins Social Media-Verhalten in Deutschland

Neuling oder alter Hase – Unternehmen, die soziale Medien auf die Agenda setzen, stehen vor vielen Entscheidungen: Welche Plattformen sind wichtig? Wer nutzt was und wofür? Wo ist unsere Zielgruppe unterwegs? Getreu dem Motto: der Kunde, das unbekannte Wesen. Zum vierten Mal veröffentlichte Faktenkontor den Social Media-Atlas, der Licht ins Dunkel bringen soll.

 
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Das Social Media-Nutzungsverhalten der Deutschen

In einer repräsentativen Online-Befragung mit 3.450 Teilnehmern aus allen Bundesländern wurde das Nutzungsverhalten der deutschen Internetnutzer genauer untersucht und mit den Vorjahren verglichen. Dabei sind den Analysten nicht nur ein genereller Rückgang im Gebrauch von Social Media aufgefallen, sondern auch Unterschiede zwischen den Regionen: Insbesondere der Nordosten und Hessen haben deutlich an Usern verloren. Auffällig ist dabei die Isolation von Berlin: Die Hauptstadt führt das Ranking an und hat mit 73% die meisten Social Media-Nutzer; gleichzeitig ist sie umgeben von Brandenburg, dem Schlusslicht im Ranking. Die Nutzeranteile der beiden Länder trennen knapp 15 %.

Bundesweite Unterschiede in der Plattformwahl

Während Facebook – das weiterhin beliebteste soziale Netzwerk der Deutschen – in Bayern, Rheinland-Pfalz und im Saarland überdurchschnittlich viele Nutzer verzeichnen kann, findet sich das Social Media-affine Berlin mit den wenigsten Facebook-Usern auf dem letzten Platz.

Twitter – die oft erste Anlaufstelle für die Influencer-Suche – ist in keinem anderen Bundesland so beliebt wie in Hamburg. Dies und die hohe Nutzerquote des Job-Networks Xing – 15 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt – spricht für viele berufliche Social Media-Nutzer.

Generell zeigt der Jahresvergleich keine großen Entwicklungen. Am stabilsten präsentieren sich die großen sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und YouTube, die maximal ein Prozent gewonnen oder verloren haben. Ansonsten gibt es aktuell wenig Bewegung in der Social Media-Szene. Beruhigend ist daran, dass Unternehmen sich im letzten Jahr bei der Kanalwahl nicht grundlegend falsch entscheiden konnten, allerdings ist in der Entwicklung definitiv noch Luft nach oben.

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Mehrheit nutzt Social Media passiv

Wer Social Media nutzt, tut das meist nur als Konsument. Vor allem Videoportale wie YouTube und MyVideo zeigen das sehr deutlich: YouTube verzeichnet in Deutschland nur 16 % aktive Nutzer, aber 70 % passive. Dass die Mehrheit Videos nur ansieht ohne eigene hochzuladen, ist das eine. Das andere ist, dass auch keinerlei Interaktion von diesen Nutzern zu erwarten ist. Das Resultat ist in den YouTube-Analytics der meisten Kanäle allgegenwärtig: hohe View-Zahlen, aber nur selten Kommentare.

Hier besteht noch Handlungsbedarf, denn Interaktion ist gerade in den sozialen Netzwerken wichtig und auch ein Indikator dafür, ob der Content begeistern konnte. Natürlich haben es ‚Love-Brands‘ meist leichter, dennoch sollten andere Marken ausprobieren, ob ein höheres Engagement (z.B. eigens für YouTube produzierter Content) für mehr Aktivität in der Community sorgen kann.
Insgesamt zeigt sich, dass in der deutschen Social Media-Landschaft noch keine Mentalität des Gebens und Nehmens angekommen zu sein scheint.

Mehr Einblicke im Social Media-Atlas

Wer nun weitere Informationen und genauere Zahlen zum Social Media-Nutzungsverhalten der deutschen Internetnutzer möchte, dem seien die umfassenden Studienergebnisse von Faktenkontor ans Herz gelegt. Wofür nutzen die Deutschen Social Media? Wie wird sich das Verhalten in Zukunft ändern? Welche besonderen Erkenntnisse ergeben sich für die Fokusbranchen Automobil und Versicherung? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert Ihnen der Social Media-Atlas 2014/15.

Bildquellen: Shutterstock

      



Warum es sich lohnt, einen Blick auf die Content-Qualität zu werfen

Immer wieder schreit es Ihnen entgegen, diese Phrasen, nach der Content King ist und Sie sofort bloggen sollten. Von selbst geschieht das jedoch nicht. Wir sind nicht alle von einem Tag zum anderen geborene Storyteller oder Blogger. Vor dem Corporate Blogging, Storytelling oder Storydoing geht es um etwas völlig anderes, eigentlich sogar viel einfacheres: Werfen Sie einen Blick auf Ihre klassische Website, bevor Sie sich in neuen Content-Ideen und Kampagnen ergehen und dafür viel Geld ausgeben. Ihre Basis ist vermutlich noch immer Ihr eigenes Webangebot. Das sollten Sie weiterhin pfleglich behandeln und nicht verkommen lassen. Längst nicht jedes Unternehmen aktualisiert seinen Content dort regelmäßig, was angesichts der damit verbundenen Kosten durchaus verständlich ist.

 
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Owned Media: Status-quo der Website

Ein unaufgeräumter Schreibtisch ist mir persönlich nicht fremd, aber das ist nicht dramatisch, weil kein Fremder sich in meinem Ordnungssystem zurechtfinden muss. Anders sieht es bei einer Unternehmenswebsite aus, die immer eine Marke präsentiert, Stakeholder zum Engagement einlädt und mit ihren Inhalten Wirkung entfalten soll. In der Regel soll sie in den Suchmaschinen gut zu finden sein und einen ersten Eindruck von der Firma vermitteln. Dazu bedarf es einer klar verständlichen Navigation und eines übersichtlichen Content-Angebots.

Viele Klicks möchte ich als Besucher einer Website nicht machen müssen, um zu meinem erwünschten Suchergebnis zu kommen. Schon gar nicht will ich in die Untiefen einer unübersichtlichen Struktur abdriften. Je klarer eine Website strukturiert ist, desto besser. Dann finde ich dort im Idealfalle mit ganz wenigen Klicks meine Themen. 404-Fehlerseiten irritieren hierbei nur. Und Links sollten niemals ins digitale Nirwana führen.

Google legt Wert auf Qualität

Google will Onlinern zum schnellen Zugriff auf qualitativ hochwertigen Inhalten verhelfen. Seit dem Panda Update von 2011 kommt es auf die Content Qualität an. Schlechte Websites werden in den Rankings abgestraft. Mit jedem Update wird es deutlicher: Wer nicht darauf achtet, hochwertige Inhalte für seine Leser anzubieten, verliert seine Sichtbarkeit im Web. Inzwischen gelten zudem die Mobiloptimierung wie die Stickiness als Kriterium für den Nutzen eines Webangebots. Je mehr Wert Sie auf sinnvolle Inhalte legen, desto eher werden diese auch wirklich in den Suchmaschinen gefunden. Als gutes Zeichen für die Content-Qualität wird die Verbleibsdauer auf einer Webseite genommen. Sie ist ein Indiz dafür, dass ein Text tatsächlich gelesen wird.

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Wieviel Mehrwert hat ein Text für Sie persönlich? Funktionieren alle Links noch? Sind Inhalte redundant, weil sie das Immerselbe liefern und somit nicht wirklich einen Mehrwert für den Leser entfalten? Haben Sie Ihre Website im Responsive Design erstellen lassen und somit mobil optimiert?

Manchmal genügt es bereits, Absätze, Zwischenüberschriften, Bilder und Links in einen längeren Text einzufügen, um diesen lesenswerter, optisch ansprechender und erfolgreicher zu machen.

Liefert ein Inhalt keinen wirklichen Mehrwert oder ist sogar eher störend, weil er den Websitebesucher davon abhält, sofort auf die relevanten Seiten zu gelangen, wird sich das negativ auf die SEO-Bewertung auswirken. Die Zeit automatisch erstellter Texte ist vorbei. Großartiger Content sieht anders aus.

Letztlich geht es immer um Frage: Ist der Content wichtig für meine Fragestellung? Worin besteht sein realer Wert?

Onliner wollen etwas sofort finden – darauf reagiert Google

Nach dem neuesten Phantom-Update scheinen transaktionsorientiere besser als informationsorientierte Angebote abzuschneiden. Wenn ich einen Optiker suche, benötige ich nicht unbedingt eine Ratgeberseite, meint der SEO-Blogger Martin Mißfeldt, sondern will als Suchender direkt zu Fielmann, Brille24 oder Misterspex in den Suchmaschinenrankings gelangen:

“Vereinfacht gesagt: wer etwas Konkretes anbietet, hat bei Google bessere Chancen, als jemand, der „nur Informationen“ liefert. Allerdings hat Google die „Zwischenhändler“, die Affiliate, quasi die Immobilienmakler des Webs (im negativen Sinne), nicht als „transactional“ eingestuft – sinnvollerweise, wie ich finde (auch wenn ich betroffen bin). In der Folge sind Ratgeberseiten mit Affiliate-Anteil nach hinten gerutscht.” (tagseoblog)

Wer Produkte sucht, soll demnach auch direkt zu ihnen gelangen.

Google definiert, was wertvoller Content ist

Übrigens kann jeder sich selbst bei Google darüber informieren, was die Suchmaschine unter wertvollen Content versteht. Sie fordert Seitenbetreiber dazu auf auf folgende Kriterien zu achten:

1. Der Content soll nützlich und informativ sein. Je näher die Inhalte an den Interessen der Suchenden sind, desto erfolgreicher ist eine Website. So können zu einer Restaurant-Website unter anderem Ortsangaben, Öffnungszeiten, Kontaktinformation und Hinweise auf Events dazugehören.

2. Der Content sollte keine Kopie einer bekannten Website sein. Wenn Ihre Inhalts bereits mehrfach als Duplicate Content zu finden sind, sollten Sie konzeptionell etwas Neues hinzufügen, was sie von anderen Webangeboten deutlich unterscheidet. Erfolgreich sind einzigartige Content-Stücke. Seien Sie daher nicht austauschbar, sondern legen Sie Wert auf Ihre Differenzierung und fügen Sie einen klaren Mehrwert gegenüber anderen Angeboten hinzu. In Zeiten des Content-Shocks macht die hohe Qualität den Unterschied über Erfolg oder Misserfolg.

3. Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass wir erzählen, wie toll wir sind. Das bedarf einer Referenz und eines Verweises auf andere Quellen. Reputation entsteht erst durch eine Verbindung von eigenen und fremden Inhalten. Lassen Sie daher andere Stimmen und Meinungen auf Ihrer Website zu. Das zahlt auf Ihren digitalen Ruf ein.

4. Unique Content ist eine zwingende Voraussetzung für den Content-Erfolg. Wer seine Inhalte auf zahlreichen Websites anbietet und diese in Massen verteilt, verliert sich. Ihren hochwertigen Content sollte man so auf Ihrer Website finden, dass alles aus einem Guß wirkt und eine positive Nutzererfahrung vermittelt. Wenn Sie den 200sten Artikel zum Thema Influencer Relations veröffentlichen, ohne einen neuen Mehrwert zu erzeugen, dann stellt sich die Frage, wozu Sie das getan haben. Einzigartig macht sie ein solcher beliebiger Artikel nicht.

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5.  Eine gewisse Content-Eleganz kann der Besucher erwarten. Eine Website sollte keine Textwüste ein oder zu viel Anzeigen enthalten, sondern passende Bilder von Ihren Produkten, Mitarbeitern und Ihnen bieten. All das muss optisch ansprechend gestaltet sein und sollte keinen Spam-Eindruck vermitteln. Schlechte Text- oder Bildqualität wirkt sich auf die Beliebtheit eines Angebots aus. Deshalb lohnt es sich, in ein gutes Webdesign zu investieren.

Das Beste kommt zum Schluss

Leider vermischen viele Corporate Blogger am Ende eines Beitrags die Informationen mit ihrem eigenen werblichen Anliegen. Es empfiehlt sich in der Regel nicht, in einem Fachbeitrag eine direkte Kundenakquisation zu betreiben. Als Leser bin ich immer wieder enttäuscht, wenn mir jemand nach einem tollen Artikel unmittelbar eine Beratung oder ein Produkt verkaufen will. Ich würde mir hierbei bei vielen Publishern mehr Zurückhaltung erwarten.

Ohnehin ist diese Herangehensweise selten von Erfolg gekrönt. Sie führt am Schluss eher zur Enttäuschung und entzaubert den Experten, der mir vorher doch nur helfen und mit einem Male etwas verkaufen möchte. Blogartikel, die auf diese Art und Weise enden, werden von mir nur äußerst selten auf Twitter, Facebook und co. geteilt.

Trennen Sie deshalb lieber Anzeige und redaktionellen Beitrag deutlich visuell voneinander und vertrauen Sie darauf, dass Ihre Leser den Nutzen Ihres Experten-Know-hows zu schätzen wissen. Letztlich zahlt jedes Content-Stück in Ihre Reputation ein. Social Selling ist nicht immer der direkte Weg zum Kunden. Allerdings wird dieser sie jedoch wertschätzen und sich mitunter an Ihre Informationen erinnern.

>> Search Engine Land: The Quality Update
>> Google’s ‘Quality Update': What Content Marketers Need to Know
>> Searchmetrics: Die Rückkehr des Phantoms: Googles Phantom II Update

Bildquelle: Shutterstock

      



Content-Werbung braucht niemand

Es ist nicht alles Content, selbst wenn ein Text oder Video als solcher tituliert wird. Momentan habe ich manchmal den Eindruck, dass Werber nur noch Content-Marketing machen (wollen). Aber davon sind sie weit entfernt. Mercedes macht kein Content-Marketing mit Christian Ulmen, dafür aber eine Kampagne und nettes Branded Entertainment. Echte Heldinnen in einer Imagekampagne der Körperpflegemarke CD sind auch noch kein echtes Content-Marketing. Bei einer Kampagne der Deutschen Bahn wird wenigsten direkt von Native Advertising und einer Image-Kampagne gesprochen.

Es adelt eine Anzeige, wenn diese als redaktioneller Inhalt wahrgenommen oder geteilt wird. Trotz alledem ist eine Werbung in der Regel etwas absolut Unangenehmes. Wir wollen nicht mehr davon sehen, sondern lieber weniger. Schließlich stiehlt Werbung uns Lebenszeit, hält uns davon ab, den Film zu sehen oder einen Text zu lesen. Bestenfalls schafft sie es dabei, uns abzulenken und für ihre Themen zu interessieren. Gewollt haben wir sie deshalb dennoch nicht.

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Je weniger Werbung funktioniert, desto mehr scheint es zu geben

Die Zahl der Anzeigen, die wir sehen ist im vergangenen Jahrzehnt extrem gewachsen, aber wir haben gelernt, die Werbung innerlich auszublenden. Können Sie sich ernsthaft daran erinnern, welche drei Anzeigen Sie zuletzt in einer Zeitschrift oder als Banner, Promoted Tweet, auf Youtube oder Facebook wahrgenommen haben? Obwohl das Targeting und Retargeting immer besser wird und wir tagtäglich mehr Anzeigen sehen könnten, nehmen wir diese immer weniger wahr. Dabei nutzen Werber unsere Browserverläufe, Suchen und Facebook Likes, um ihre Anzeigen passend auszuliefern. Eigentlich sollten Anzeigen uns immer besser gefallen. Aber ist dem wirklich so?

Ok, manchmal langweilen uns Werbespots nicht, weil sie über ein gutes Storytelling verfügen. Aber sie bleiben dennoch werblich mit einem klaren Angebot. Manchmal auch für angehende Werber selbst:

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre bewusst wahrgenommen Anzeigen der letzten 24 Stunden in den Kommentaren jeweils vorstellen oder zumindest nennen könnten. Ich erinnere mich selbst sehr selten an Anzeigen. Nur wenige Werbeunterbrechungen haben bei mir als Call-to-Action funktioniert und mich zum konkreten Kauf eines Produktes animiert.

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Wir haben gelernt, uns nur relevante Informationen zu merken

Warum erinnern wir uns nicht an die Werbung, die uns im Alltag umgibt? Vielleicht liegt es einfach daran, dass der Information Overload insgesamt zugenommen hat und wir es mit der Zeit gelernt haben, Relevantes von Irrelevanten zu trennen. Wer jeden Tag rund 100 E-Mails erhält, zahlreiche Webseiten aufruft, twittert und facebooked, der lernt sehr schnell, die Inhalte einzuteilen in Wichtig und Überflüssig. Doch neben dem mentalen Ausblenden gibt es zahlreiche technische Möglichkeiten, Display Anzeigen auszublenden und jegliche Unterbrecherwerbung zu vermeiden. Wir haben es gelernt, uns vor dem Zuviel an Informationen zu schützen.

Viele schauen auf dem Fernsehen kein TV-Programm mehr, sondern bevorzugen lieber Streaming-Angebote oder werbefreie DVDs. Kaum sind wir froh, dass uns an diesem Ort keine Anzeigen mehr erreichen, experimentieren Fernsehhersteller wie Samsung und Panasonic damit, wie sie uns dennoch Werbung einblenden könnten. Im Februar 2015 musste der südkoreanische Konzern auf diese unerwünschte Werbeform verzichten und zurückrudern:

“Uns sind Fälle bekannt, in denen Samsung Smart TV Nutzern in Australien Werbeeinblendungen angezeigt wurden. Dies wurde offenbar durch einen Fehler hervorgerufen. .. Aktuell sind uns lediglich Fälle in Australien bekannt. Wir möchten uns aufrichtig bei unseren Kunden für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen.” (Stern)

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Selbst Google bietet angesichts der Werbemüdigkeit alternative Konzepte an: Es soll ein Bezahlangebot auf Youtube ausgebaut werden. Wer keine Display-Anzeigen mehr bei der Google-Suche mag, kann sie künftig gegen ein Entgelt mit dem Google Contributor reduzieren.

Native Advertising als verheißungsvolle Content-Lösung für Werber?

Die Werbetreibenden reagieren inzwischen, indem sie relevante Werbeinhalte in die Seitenstruktur eines anerkannten Webangebots integrieren, sodass es sich auf natürliche Weise einzufügen scheint. Das wird seit einigen Jahren als Native Advertising bezeichnet und auf zahlreichen Plattformen angeboten. Nicht selten wird das mit Content-Marketing verwechselt.

Die Deutsche Bahn setzt bei ihrer aktuellen Image-KampagneDiese Zeit gehört Dir” sehr stark auf Native Advertising. Dabei möchte der Konzern uns Bahnfahrern vermitteln, dass wir während einer Zugfahrt frei entscheiden können, was wir tun wollen. Auf bahn.de/deinezeit können Kunden ihre eigenen Beiträge hochladen und mitteilen, wie sie ihre Zeit im Zug für sich nutzen.

Je nach Plattform unterscheiden sich die Paid-Media-Initiativen. Es gibt Wettbewerbe wie bei der Zeitschrift “Freundin”, Listen wie “Zehn Dinge, die man während einer Zugfahrt machen kann” sowie TV-Spots im Rahmen der Markenkampagne. Unterstützt wird es auch durch Content-Marketing auf dem Magazin Inside Bahn.

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Die Abgrenzungen zwischen Native Advertising und Content-Marketing fällt nicht immer leicht, weil beides manchmal wie bei der Deutschen Bahn eng miteinander verbunden ist. Letztlich wird beim Native Advertising ein Beitrag gegen ein Entgelt auf einer fremden Plattform platziert. Das kennzeichnet den werblichen Ansatz.

Es gibt keine Content-Werbung

Gut gemachte Werbung ist kein (redaktioneller) Content und wird es auch niemals sein. Verständlicherweise bezeichnen Werber ihre Anzeigenprodukte häufig, aber dennoch fälschlicherweise als Content, sprechen gar bei ihren Kampagnen von Content-Marketing, dabei handelt es sich oftmals noch nicht einmal um Content-Vermarktung, sondern um einen Produkt-Pitch.

Vielleicht erleben wir zurzeit das Ende der Anzeigenwelt, in der wir aufgewachsen sind. Marken haben längst neue Chancen, ihre Kunden anzusprechen. Wenn Werbung als solche verpönnt ist, können Unternehmen das Geld in Sponsoring investieren, Content-Marketing betreiben oder massiv in Paid Media als Unterstützung ihrer Inhalte oder ihres Images investieren, um ihre Kommunikation in der Social Media Welt zu unterstützen. Auf diese Weise scheint die Werbung durch die digitale Hintertür wieder aufzutauchen und sich alles zu vermischen. Den Rezipienten fällt es schwer, Unterscheidungen zu machen. Aber sie reagieren oft negativ auf die werbliche Ansprache, wenn Unternehmen uns etwas Falsches vormachen und nicht mehr auf Kommunikation mit uns Kunden setzen wollen.

 

 Social Media Marketing als die neue Werbung?

“Let’s call it what it is: Social media marketing is now advertising. It’s largely a media planning and buying exercise — emphasizing viewed impressions. Brands must pay if they really want their message to be seen. It’s the opposite of connecting or listening — it’s once again broadcasting.” (adAge)

Wer in der Aufmerksamkeitsökonomie noch auffallen und wahrgenommen werden will, darf sich nicht mehr auf seinem tollen Content ausruhen. Angesichts des enormen Content-Wettbewerbs gilt es vielen Unternehmen als probates Mittel, sich auch in Social Media die notwendige Reichweite zu kaufen. Wenn niemand meine Marke mehr wahrnimmt, muss ich durch Paid Media die Sichtbarkeit unterstützen. Das funktioniert ähnlich wie in der TV-Werbung.

Andererseits wird niemand meine Inhalte sehen wollen, wenn ich sie gegen den Willen meiner Stakeholder mit der enormen Wucht des Push-Marketings platziere. “Content”, den ich mir nicht selbst ausgesucht habe, den ich nicht abonniert habe (Pull-Marketing), der unpassend und irrelevant ist, den nehme ich nur wieder als Werbung wahr und blende ich aus. Insofern dürfte die Wirkung eher zweifelhaft sein, wenn die inhaltliche Qualität nicht stimmt. Wer nichts zu sagen hat, sollte als Marke lieber schweigen.

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Etwa drei Viertel der Kunden vertrauen redaktionellen Unternehmensinhalten. Allerdings verlieren sie dieses Vertrauen bei Native Advertising wieder, wenn der Content werblich wird und auf ein Produkt oder Service hinweist. Dann sinkt es laut Outbrain um 29 Prozent. Eine Eigenwerbung macht aus einem zuvor neutralen Fachartikel einen interessegeleiteten Beitrag, der dem Inhalt selbst die Glaubwürdigkeit nimmt.

Transparenz ist notwendig

Selbst im Native Advertising gilt das Transparenzgebot. Wenn ich nicht deutlich mache, wer hinter einem Content-Stück steht verliere ich schnell das Vertrauen der Konsumenten. Deshalb empfiehlt sich eine deutliche Kennzeichung einer Native Ad als Werbung oder als Sponsored Posting. Noch eklatanter ist das bei Content-Marketing. Wer hierbei auf Transparenz und Klarheit verzichtet, riskiert seine Reputation als Ganzes. Schleichwerbung wirkt zerstörerisch, weil wir uns als Konsumenten belogen fühlen. Oft funktioniert diese Lüge nicht.

>> Medium: Klaus Eck: Warum sich Native Advertising lohnt
>> Medium: Klaus Eck: Was ist Native Advertising – Wie Werbung zu Content veredelt wird
>> werben & verkaufen: Native Advertising zwischen Content und Klassik – Tarnen und Enttäuschen

Bildquelle: Shutterstock, Burda

      


Veranstaltungstipp: Die Münchner Webwoche 2015

Als Münchner interessieren Sie sich für Themen rund um Internet und Digitales? Sie suchen eine Bühne, auf der sie Ihre digitalen Kompetenzen präsentieren können? Dann bietet Ihnen auch in diesem Jahr die 4. Münchner Webwoche die Möglichkeit, viele spannende Events, Vorträge und Workshops zu besuchen und digitale, innovative Projekte Ihres Unternehmens vorzustellen. Vom 13. bis 21. Juni 2015 sind im Rahmen der #mww15 über 100 Events geplant, unter anderem ein Transmedia-Hackathon, ein Abendevent für Gründer und vieles mehr. Als Medienpartner lädt Sie der PR-Blogger herzlich dazu ein, die digitale Szene Münchens näher kennenzulernen.

Digitale Gestalter vernetzen

Mit der Webwoche, die erstmals 2012 stattfand, stellt der Initiator Isarnetz auch in 2015 eine Plattform zur Verfügung, die den Technik-, Digital- und Kreativstandort München stärken soll. Als Messe der etwas anderen Art ermöglicht sie die Vernetzung der digitalen Gestalter der Metropolregion, der klassischen Wirtschaft, der Hochschulen und der Forschungseinrichtungen der Landeshauptstadt. Damit verfolgt Isarnetz die Vision, München zur Vorreiterin der digitalen Wirtschaft zu machen.

Banner Münchner WebwocheMaßgebliche Unterstützung erfährt die Webwoche dabei durch das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München sowie die IHK für München und Oberbayern. Durchgeführt und organisiert werden die Events, rund um die Themen Internet und Digitales, dabei von den verschiedenen Netzwerkpartnern. Zu diesen zählen neben Telefónica viele weitere Partner, die aktiv an der Gestaltung des Programms mitwirken, spannende Workshops ausrichten und Vorträge während der gesamten Veranstaltungswoche anbieten.

Was die Webwoche zu bieten hat

Starten wird die Münchner Webwoche mit einem Get-together, zu dem der Initiator Isarnetz in informeller Runde einlädt. In Münchens digitalem Szenetreff möchten wir Ihnen die Vision der Münchner Webwoche näherbringen und die Highlights der Veranstaltungswoche vorstellen. Zudem richtet Isarnetz am 17. Juni 2015 im Alten Rathaus einen Abendempfang aus. Einen Überblick über die einzelnen Events und die verschiedenen Standorte in ganz München liefert der zentrale Veranstaltungskalender.

Wie bereits im Vorjahr wird auch der Content für München-Award verliehen. Mit diesem werden spannende Blogs, YouTube-Kanäle, Twitter-Channels, Vine- oder Meerkat-Streams etc. ausgezeichnet, die sich thematisch auf München fokussieren. Für den diesjährigen Wettbewerb können sich noch immer digitale Angebote mit Schwerpunkt München bewerben oder vorgeschlagen werden.

Der Content für München-Award – Ein Rückblick

Aus über 80 Nominierten wurden im vergangenen Jahr von einer Jury 10 Teilnehmer ausgewählt und auf einer Shortlist im Netz zur Abstimmung veröffentlicht. Siegerin des “Content für München”-Awards wurde damals die Kunst- und Kulturwebsite Arts in Munich. Auf der englischen Website bringt Rachel Preece die Schönheit Münchens einem internationalen Publikum näher.

Ausgezeichnet mit dem Award wurde ebenso der YouTube-Kanal von beauthenni, die den zweiten Platz erzielen konnte. In ihren Videos zeigt sie dem Zuschauer ihr ganz persönliches München. Einen anderen Blickwinkel nimmt Melanie Falter auf ihrem Blog isar mami ein. Mit Tipps zu Ausfluszielen, Restaurants und Cafés macht sie München auch mit Kind erlebbar.

Team-Webwoche

Werden Sie ein Teil der Webwoche

We want youWenn Sie Interesse haben eine eigene Veranstaltung umzusetzen und Ihre Digitalkompetenz zu zeigen, dann sind Sie am 28. April um 17 Uhr herzlich zum Planungsmeeting der Initiatoren der Webwoche eingeladen. Genauere Informationen hierzu können dem Blog der Münchner Webwoche entnommen werden. Denn im Mittelpunkt der Webwoche steht nicht das Isarnetz-Team, sondern Sie.

Neben Veranstaltern werden für die Webwoche auch immer Sponsoren und Helfer gesucht. Über die Homepage können Sie sich anmelden und die Vision eines starken Technik-, Digital- und Kreativstandorts München unterstützen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die Münchner Webwoche auf Hochtouren, sodass sich der Veranstaltungskalender bis Mitte Juni immer weiter füllt. Immer wieder nachsehen lohnt sich also.

Bildquellen: MÜNCHNER WEBWOCHE, Shutterstock; Isarnetz

      


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