Your email updates, powered by FeedBlitz

 
Here are the FeedBlitz email updates for you. Click here to start your FREE subscription



Veranstaltungsüberblick: Klaus Eck mit der Content-Revolution auf der #CeBIT and more...

Veranstaltungsüberblick: Klaus Eck mit der Content-Revolution auf der #CeBIT

Falls Sie in dieser März-Woche in Hamburg oder Hannover sind und sich für das Thema Content-Marketing interessieren, können Sie einen Vortrag von Klaus Eck über die Content-Revolution hören und mit ihm diskutieren. In dieser Woche dreht sich bei Klaus Eck alles um Content-Marketing und Content-Strategie. Wir stellen im PR-Blogger alle Events kurz vor und laden Sie herzlichst dazu ein. Wenn Sie auf der CeBIT live dabei sein wollen, können wir Ihnen für ROCK THE BLOG sogar ein kostenloses Ticket anbieten.

 

Content Strategy MeetUp Hamburg

Content-Strategy meetupLos geht’s am 18. März 2015 um 19 Uhr in Hamburg: Beim Content Strategy MeetUp stellt Klaus Eck das neue Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ vor und zeigt, wie Sie professionelles Content-Marketing betreiben. Dafür hat er zahlreiche Best Practices im Gepäck. Eine gemeinsame Diskussion zu den zentralen Punkten der Content-Revolution findet im Anschluss an seinen Vortrag statt.

marketingforum hannover

marketing_forum_hannoverDie erste Veranstaltung mit Klaus Eck in Hannover wird das marketingforum am 19. März sein. Hier erhalten Sie einen Überblick zu Content-Strategie und Content-Marketing; zudem beleuchtet er verschiedene Aspekte des Themas „Corporate Content“. Dabei geht er unter anderem auf die Frage ein, warum es so wichtig ist, die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Person zu bringen und Sie Ihre Stakeholder nicht mit langweiligen Inhalten nerven sollten.

ROCK THE BLOG

rock_the_blogEinen Tag später geht es am Vormittag bei ROCK THE BLOG, der Konferenz der Blogger, um „Dos and Don‘ts im Content-Marketing“. Zentraler Aspekt: Worauf kommt es beim Content-Marketing an? Klaus Eck hat auch hierfür Best Practices zusammengestellt und zeigt den Wandel von Content-Marketing früher und heute auf. Auch Sonderformen wie Content-Curation oder Newsjacking kommen dabei nicht zu kurz.

Web Experience Arena

Am Nachmittag des 20. März dreht sich beim Expert-Panel: Content-Strategien & ihre Umsetzung der Web Experience Arena alles um erfolgreiche Content-Strategien. In einer kurzen Keynote beantwortet Klaus Eck zunächst die Frage, was Content-Marketing nicht ist, bevor er tiefer auf den Zusammenhang von Content-Strategie und Content-Marketing eingeht. Anschließend diskutiert er gemeinsam mit Roland Panter und Sascha Stoltenow darüber, wie Unternehmen Inhaltsstrategien im Content-Management-Prozess verankern können.

Webexperiencearena

Ihr kostenloses Ticket für die CeBIT

Auch Sie können noch vor Ort dabei sein und Klaus Ecks Vorträge live verfolgen. Für den Vortrag bei ROCK THE BLOG am Freitag sogar mit einem kostenlosen Tagesticket, das Sie mit einer E-Mail an info@eck-consulting-group.de ergattern können. Die ersten dreißig Anfragen erhalten jeweils einen Freicode für ein Ticket. Vielen Dank dafür an die Veranstalter von ROCK THE BLOG, die dieses Kontingent zur Verfügung gestellt haben! Wir freuen uns über zahlreiche Messebesucher.

Bildquellen: Content Strategy MeetUp Hamburgmarketingforum hannoverROCK THE BLOGWeb Experience Arena

      



Julia Jung: Die Zeit der Jagd nach Likes und Retweets ist vorbei

Im Tourismus sind die Themen Content Creation und Content-Marketing keine Unbekannte mehr. Für Julia Jung gehören sie genauso wie das Social Media Management zum digitalen Alltag. Die Networkerin aus dem Norden war zunächst bei den Relaxa Hotels und beim prizeotel für die Social Media Strategie mitverantwortlich. Dementsprechend ist die touristische Onlinewelt ihr Steckenpferd. Aber auch bei Vorträgen und Workshops zu den Themen Onlinemarketing, Onlinekommunikation, Social Media und SEO kann man sie antreffen. Seit Mitte 2014 ist sie Leiterin Onlinemarketing bei neusta eTourism. Für „Die Content-Revolution im Unternehmen“ habe ich sie interviewt.

 

Alle schwärmen vom Content-Marketing, aber teuer soll es nicht sein. Was tun?

Julia Jung neu bei Eck KommunikationContent sollte das kosten, was er Wert ist. Im Idealfalle handelt es sich dabei um Inhalte, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort relevant sind für meine Zielgruppen. Unsere Aufgabe besteht darin zu klären: Wie kann ich meine Marke überzeugend und auf die Bedürfnisse von Kunden abzielend kommunizieren? Wie transportiere ich meine USPs? Wie finde ich den goldenen Mittelweg zwischen Emotionalisierung, Überzeugung und Mehrwerten für den Nutzer?

Wie war Ihr erster Zugang zum Thema Content?

Vor der intensiven Beschäftigung mit dem Thema war der Begriff „Content“ für mich das, wie er häufig sehr inflationär verwendet wird: ein schwammiges Konzept, ein Begriff, der im ersten Moment nicht allzu viel aussagt. Bis zu dem Moment, als ich Content brauchte, der wirkt (Überzeugung leistet, emotionalisiert, Mehrwerte bietet).

Ich musste mir bei meinen bisherigen beruflichen Stationen oftmals darüber Gedanken machen, wie Content crossmedia aufbereitet werden kann und dabei die Rezeptionssituationen unserer Kunden berücksichtigt.

In den Phasen der Customer Journey hat der Kunde unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Nutzungsverhalten, unterschiedliche Anforderungen und Rezeptionssituationen, auf die wir eingehen müssen. Er tritt in jeder Phase an unterschiedlichsten Orten mit Marken in Kontakt. Im besten Fall mit meiner Marke – an den sogenannten Momenten der Wahrheit.

Was heißt Content-Marketing für Sie konkret?

Content-Marketing bedeutet neben den Kanälen und Inhalten auch das richtige „Verpacken“, also die langfristige und nachhaltige Aufbereitung. Wichtig ist, dass ich meine Inhalte gehirngerecht und manchmal somit als Storytelling aufbereite.

Geschichten sollen meine Marke tragen, aber nicht meine Marke im Fokus meiner Kommunikation stehen. Die Marke wird über Geschichten, eben Greifbares am besten transportiert mit allen USPs etc. Wir wissen, dass das Gehirn Geschichten und Zusammenhänge nicht nur mag, sondern auch am besten verinnerlicht, behält und mit eigenen Emotionen verarbeitet.

Das Management von Inhalten orientiert sich dabei an der klassischen Definition des Begriffs „Management“: Planung (was sind meine Ziele und Zielgruppen), Organisation (welche Inhalte wo, wann, wie platzieren), Umsetzung (Sammeln, Erstellung und Verbreitung) und Erfolgskontrolle (Monitoring und Analyse).

Was hat sich für Sie in der Arbeit mit Inhalten im letzten Jahrzehnt am meisten verändert?

Es kommen immer mehr digitale Kanäle hinzu, der Nutzer wird hybrider, die Rezeption von Inhalten und Angeboten ist kaum noch vorhersehbar. Die Bedürfnisse sind nicht wirklich neu. Auch das Thema Storytelling oder Multi-Channel-Marketing sind nichts Neues, das gab es auch vor dem Internet im Bereich des Marketings und der Werbung.

Aber die Bedürfnisse werden durch eine immer schnellere und intuitivere Technik, durch neue Devices, durch ein Mehr an Angeboten und Möglichkeiten und durch ein immer schnelleres Internet verändert. Das lässt die Erwartungen an Geschwindigkeit, Informationen und Buchungs- und Kaufmöglichkeiten steigen. Die Herausforderung besteht nun darin, die Wege des Kundne in der Customer Journey zu kennen und Bedürfnisse „abzufangen“, bevor es die Konkurrenz tut, und eben Relevanz für meinen Content zu erreichen.

Wie wissen Sie, ob Ihr Content jeweils erfolgreich ist?

Der Erfolg des Contents ist abhängig von aus der Strategie abgeleiteten Zielen und deren Messbarkeit. Wenn es Ziel ist, die Hotelbuchungen zu steigern, was sehr gut in Zahlen messbar ist, legt man viel Wert auf SEO und SEA. Sprich, man richtet die Texte auf die Auffindbarkeit der Website in den Suchmaschinen aus (SEO als Teil des Contentmanagements) und muss Landingpages und perfekte Minitexte erstellen (SEA als Teil des Contentmanagements). Steigen etwa die Hotelbuchungen darüber, ist das im Tourismus ein großer Erfolg.

Ist eine Verbesserung der Reputation das Ziel, kann es sinnvoll sein, mehr mit Bildern und Videos zu arbeiten. Allerdings ist dabei der Erfolg schon schwieriger zu messen. Bei Facebook und Co. können viele Likes und Shares auch für den Erfolg stehen.

Die Zeit der Jagd nach Likes und Retweets sollte jedoch vorbei sein, seit Facebook mit der Sichtbarkeit seiner Inhalte spielt. Da wäre es fatal, sich an den Likes der Mitbewerber zu orientieren. Wertvoller ist Interaktion, die zeigt, dass der Onliner unsere Inhalte relevant findet. Wenn er Blogbeiträge kommentiert und mit anderen teilt, ist das ein großer Erfolg.

Worauf kommt es bei einer Content-Strategie besonders an?

Wenn man sich wieder das Konzept der Customer Journey als Gerüst nimmt: die Planung, Organisation, Umsetzung, Streuung und Kontrolle der „richtigen“ Inhalte zur „richtigen“ Zeit auf den „richtigen“ Kanälen mit den „richtigen“ Zielen. Wichtig ist der rote Faden und eine im Unternehmen festgelegte Strategie sowie ein gemeinsames Verständnis der Marke und ihrer Botschaften.

service-shutterstock_87537121

Welche Bedeutung hat die Website in der Social Media Welt noch?

Eine hohe, aber keine, die man überbewerten darf. Die Website ist „Heimat“ all meiner Social-Media-Präsenzen, Bewertungen usw.. Allerdings finden Dialog, Bewertungen und Verkauf zunehmend auf fremden Kanälen statt: in Social Media, auf Bewertungsportalen, in Onlineshops. Dies lässt sich nicht verhindern.

Eines sollte man aber immer bedenken, abgesehen davon, dass das Verkaufen über die eigene Seite am kosteneffizientesten ist: Alle Inhalte, die ich auf meinen Präsenzen publiziere, gehören mir. Ich kann sie jederzeit ändern. Wenn Facebook & Co. morgen ihren Dienst abstellen, gehen meine dortigen Inhalte verloren.

Was zeichnet einen guten Content-Strategen aus? Was unterscheidet ihn von Social Media Manager und anderen Online-Kommunikatoren?

Ein Content-Stratege kennt die Gesamtstrategie des Unternehmens und die Marketing-Ziele. Er steht in effizienter Absprache mit den anderen Funktionen und Abteilungen im Unternehmen, die auf diese Ziele im Rahmen der Gesamtstrategie hinarbeiten. Zudem ist er Kommunikator auf vielen Ebenen, Kanälen, kann sich auf unterschiedliche Tonalitäten einlassen.

Bildquelle: Shutterstock

      



Gibt es eine Zukunft für Social Media Teams?

Social Media ist genauso normal geworden wie das Schreiben einer E-Mail. Es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht mit mindestens einem Account bei Facebook, Twitter und Co. aufzufinden ist. Die größten internen Grabenkämpfe um die Relevanz für das Thema sind zu Ende gekämpft. Social Media ist in den meisten Unternehmen zum Alltagsgeschäft übergegangen. Aber ist damit die Arbeit in der Digitalisierung getan und wo liegen die Herausforderungen der nächsten Jahre?

 

Der Social Media Gigant Facebook feierte vor Kurzem sein elfjähriges Bestehen und auch YouTube ist mittlerweile zehn Jahre online. Eine lange Zeit in der Online-Welt. Auch wenn das an sich nicht automatisch den Beginn der Social Media Ära markiert, sind es dennoch große Meilensteine in der Social Media Historie. Ich für meinen Teil habe dies zumindest einmal mehr zum Anlass genommen zurückzublicken auf die vergangenen Jahre und Entwicklungen in diesem Bereich und was sich seitdem vor allem in Unternehmen verändert hat und in Zukunft noch verändern muss.

shutterstock_223132003_2015_Start_Zukunft

Es geht mir weniger darum zu schauen, wo die großen Social Media Plattformen heute stehen und wie ihre Zukunftschancen aussehen. Dazu haben sich andere bereits ausführlich Gedanken gemacht. Vielmehr habe ich mich gefragt, inwiefern Social Media auch die Unternehmensstrukturen verändert hat.

Rückblick ins Jahr 2005 – Wo standen wir damals?

Facebook steckte vor zehn Jahren noch in seinen Kinderschuhen und war eher für das Vernetzen unter amerikanischen Studenten vorgesehen. Viele Netzwerke wie Twitter, Instagram oder Pinterest gab es noch gar nicht und waren vermutlich noch nicht einmal angedacht von ihren späteren Erfindern. Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass Begriffe wie Social Media und Community Management für die meisten Unternehmen noch gar nicht bekannt oder gar als relevant eingestuft wurden.

So schnell wie sich die Netzwerke an sich aber entwickelten, so schnell wurde auch Social Media zum Trend. Mehr und mehr Unternehmen entdeckten den Mehrwert, den es haben könnte auf diesen Zug aufzuspringen und wollten zumindest mit dabei sein. Wobei ich das an dieser Stelle umformulieren sollte: In der Regel entdeckten nur einzelne, engagierte Social Media-Befürworter das Potential, das diese neue Art der offenen, auf Augenhöhe mit dem Kunden geführten Kommunikation für Unternehmen mit sich bringen könnte.

Nicht selten rannten sie jedoch keine offenen Türen bei ihren Vorgesetzten ein und mussten lange für Verständnis oder ihre digitale Narrenfreiheit kämpfen.

Unternehmen etablieren Social Media in ihren Strukturen

Heute sieht das anders aus. Die meisten Unternehmen haben den Mehrwert von Social Media erkannt und eigene Gruppen oder Projektteams etabliert. Egal, ob im Vollzeit-Einsatz oder als Zusatz zu anderen Aufgaben, die Social Media-Tätigkeiten sind heutzutage in der Regel an festen Stellen im Unternehmen angebunden und gelten nicht mehr nur als Aufgaben, die man schnell on top erledigt oder ein Praktikant übernimmt (Ausnahmen bestätigen da leider auch heute noch die Regel).

Selbst in den Führungsebenen kennt man nun viele der Sozialen Netzwerke und ihre Wichtigkeit für den Unternehmenserfolg. Das schafft Relevanz und Legitimation für die Gruppen und Projektteams, die mit diesen Themen betraut sind.

Werden Social Media Teams zu Silos im Unternehmen?

Das alles ist sicher als Erfolg für das Thema zu betrachten. Dennoch möchte ich hier einmal meine Sorge zum Ausdruck bringen. Es scheint, dass nun an vielen Stellen Stagnation in das Thema gekommen ist. Es erinnert an die Entwicklung, die uns Online-PR und Online-Marketing als Abteilungen beschert hat. Statt Silos zu beseitigen, hat man mit den Social Media Managern neue Content Silos aufgebaut.

shutterstock_191691269_Zusammenarbeit_online

Social Media Teams agieren in vielen Unternehmen relativ autark und nun besteht die Gefahr, dass sie sich zu Silos entwickeln, die ihre Kanäle weitestgehend losgelöst von vielen anderen Kommunikationsaktivitäten des Unternehmens betreuen. Dabei wäre gerade die Integration der aktuellen Social Media Aktivitäten in die übrigen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen des Unternehmens sinnvoll.  Letzteres bleibt jedoch häufig auf der Strecke.

Ein Stück weit kann ich das nachvollziehen: Wer lange für die Akzeptanz und Anerkennung seines Themas kämpfen musste, der gibt die gewonnene Autonomie nur ungerne wieder auf. Das Unternehmenswohl sollte allerdings immer vor den Silo-Interessen einzelner Gruppen im Unternehmen stehen.

Dem Kunden zuliebe zusammenarbeiten

Für den Kunden sind die unterschiedlichen Gruppen und Abteilungen eines Unternehmens jedoch ziemlich irrelevant. Er will Hilfe, Informationen oder gar etwas bei ihrem Unternehmen kaufen. Wer das dann für ihn abwickelt, ist ihm eigentlich ziemlich egal. Im Sinne von Customer-centered Organization müssen sich auch Social Media Teams nun zunehmend diesem Kundenfokus anpassen und sich vor allem einer gemeinsamen Digitalstrategie mit den Kollegen aus den Bereichen Online Marketing und Kommunikation gegenüber verpflichten.

Grundsätzlich sollte genau das ja dem eigentlichen Geist und Selbstverständnis der meisten Social Media Teams entsprechen, die ebensolches Vernetzen mit dem Kunden in ihrem täglichen Alltag verankert haben. Nun muss es nur noch adaptiert und auch intern gelebt werden.

Bildquellen: Shutterstock, Shutterstock

      



Deutsche Werber verschlafen Newsjacking-Chancen wie #thedress

Kreative Reaktionen auf aktuelle Internet-Phänomene sind eine gute Gelegenheit für Kreative sich bei der Zielgruppe ins Gespräch zu bringen. Zuletzt spaltet das Phänomen #thedress die Internet-Gemeinde, worauf Werbetreibende in den USA schnell reagieren. In Deutschland steckt das Real-time Marketing (auch Newsjacking genannt) noch in den Kinderschuhen. Warum hierzulande Unternehmen Internet Memes oft verschlafen und welche Gründe für eine Reaktion in Echtzeit sprechen, beschreibt der folgende Artikel.

Seit dieses Bild am 26. Februar auf dem Tumblr-Blog Swiked aufgetaucht ist, ist #thedress (auch #dressgate genannt) DER neue Internet-Hype. Das Bild bewegt die Gemüter, denn die einen sehen auf dem Bild ein schwarz-blaues Kleid und andere wiederum ein weiß-goldenes.

#thedress

Die Diskussion um das Kleid verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Netz. Ich selbst halte das Thema anfänglich für einen Scherzbeitrag, da für mich das Kleid auf dem Bild eindeutig schwarz-blau ist.

Bekannte Persönlichkeiten wie Taylor Swift, Ellen DeGeneres oder Kim Kardashion tragen zur Verbreitung des Themas bei. Auch deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder die Bild berichten über das Phänomen. Spiegel Online klärt schließlich auf, warum die Farben so unterschiedlich wahrgenommen werden.

Schnell nutzen insbesondere U.S. amerikanische Marken die Viralität, um Aufmerksamkeit für ihre Produkte zu schaffen. Vom Textilhandel über Konsumgüter hin zu Airlines finden viele Unternehmen einen Anknüpfungspunkt. Adweek hat hierzu eine Sammlung aufgestellt.

Ganz anders bei deutschen Unternehmen bzw. hierzulande. Einzig der deutsche Automobilhersteller Audi postet zeitnah etwas zu dieser Thematik sowie Ferrerro Rocher sogar deutschsprachig. Ansonsten tut sich bei uns nicht viel (Stand Freitag 27.02.).

Warum sind wir in Deutschland beim Real-time Marketing so langsam?

Wie kommt es, dass die deutsche Werbebranche im Vergleich zu anderen Ländern kaum auf Internet-Hypes reagiert? Können wir nicht oder wollen wir nicht teilnehmen? Sind wir vielleicht nicht kreativ genug? Aus meiner Sicht ist es weder die bewusste Entscheidung gegen die Teilnahme, noch das fehlende kreative Potential, das uns hindert. Es ist vielmehr die Geschwindigkeit: Beim Real-time Marketing oder Newsjacking sind wir in Deutschland zu langsam. Meiner Meinung nach hat das folgende Gründe.

1. Risikoaverse Mentalität der Deutschen

Viele deutsche Unternehmen scheuen immer noch den Umgang mit sozialen Netzwerken. Dies ist sicherlich u.a. in der risikoaversen Mentalität der Deutschen begründet. Die Angst vor negativen Kommentaren oder gar Shitstorms ist manchmal so groß, dass die Kommentarfunktion auf den eigenen Kanälen wie Blogs oder Webseiten komplett ausgeschaltet wird. Aus der Beratungspraxis kann ich bestätigen, dass der Bedarf an Content Guidelines, die den idealen Umgang mit Kritik erläutern, hoch ist. Erst wenn es einen mit Zahlen belegten Beispiel-Case gibt, sind Unternehmen bereit, einem Trend zu folgen. Bis diese Zahlen vorliegen und sich ein Phänomen ausreichend bestätigt, vergeht Zeit und der Zug für positives Word-of-Mouth ist meist schon abgefahren.

2. Organisatorische Strukturen und Ressourcen fehlen

Viel zu oft fehlt es den Unternehmen an geeigneten organisatorischen Strukturen, um eine schnelle und effiziente Umsetzung von Social Media Engagement zu ermöglichen. Teilweise müssen Posts bis zur Geschäftsführung weitergegeben und von dieser abgesegnet werden. Solche Prozesse verschlingen Zeit und verhindern eine zeitgemäße Zielgruppen-Kommunikation. Auch an Ressourcen mangelt es, sodass für Social Media häufig keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden. Vielmehr wird der zusätzliche Aufwand auf bereits ausgelastete Angestellte verteilt oder gar gleich dem Praktikanten in die Hände gegeben. Dass sich der wirtschaftliche Nutzen solcher Aktivitäten dann nicht offenbart, ist nicht verwunderlich. Genau für solche Fragestellungen werden unsere Beratungstätigkeiten bei der Eck Consulting Group in Anspruch genommen.

3. Twitter wird als Kommunikationsmedium unterschätzt

Obwohl die Twitter-Nutzung in Deutschland weiterhin ansteigt, sind viele Unternehmen noch nicht auf diesem Kanal aktiv. Dies hat einerseits zur Folge, dass sie aktuelle Themen erst spät oder gar nicht bemerken. Denn Internet-Hypes verbreiten sich schnell auf diesem Medium. Insbesondere durch die Hashtags bekommt jedes Internet-Phänomen auf Twitter gleich einen Namen und macht die hierzu geteilten Inhalte sowie das Verbreitungsausmaß schnell auffindbar. Andererseits sind gerade auf Twitter die sogenannten Influencer aktiv. Diese Meinungsführer mit hohen Follower-Zahlen haben durchaus die Macht mittels eines positiven Tweets das öffentliche Bild einer Marke zu verändern. Da dies vielen Unternehmen hierzulande noch nicht bewusst ist, fehlt die Motivation auf Internet-Hypes einzugehen und direkt Newsjacking zu betreiben.

Warum sollte eine Marke einem Internet-Hype folgen?

Neben der Chance, Influencer auf Twitter für sich zu gewinnen, gibt es meiner Meinung nach drei wesentliche Gründe, warum es für ein Unternehmen sinnvoll sein kann, einem Internet-Hype zu folgen.

1. Markenawareness schaffen

Humoristische Anspielungen auf ein aktuelles Geschehen bzw. einen Hype sind gute Aufhänger für die Marketingkommunikation. Die bereits bestehende und vor allem potenzielle Zielgruppe wird auf das Produkt bzw. die Dienstleistung aufmerksam und verbreitet im Optimalfall die kreative Reaktion der Marke im sozialen Netzwerk. Idealerweise beginnt hier die Customer Journey, die schließlich zum Produktkauf führt. Die Verkaufszahlen des Kleides selbst, das beim Hype #thedress virale Verbreitung erfuhr, haben sich allein am Freitag um 347% erhöht, berichtet Fortune.

2. Verstaubtes Image modernisieren

Über Internet-Trends Anknüpfungspunkte mit der Marke zu schaffen, kann sich außerdem sehr positiv auf das Image auswirken. Insbesondere für Unternehmen, die als nicht sehr modern wahrgenommen werden, bietet sich hier die Möglichkeit der frischen, innovativen und zeitgemäßen Darstellung.

3. Datengenerierung über die Zielgruppe

Oft haben Unternehmen nur ein eingeschränktes Wissen darüber, welche Themen bei Ihrer Zielgruppe gut ankommen. Customer Journey Mapping, Zielgruppenanalysen oder die Definition von Kanalarchitekturen geben Aufschluss über solche Fragestellungen. Allerdings sind eigene Erfahrungswerte besonders aussagekräftig. Damit sich in der Praxis beweisen kann, was gut ankommt und was nicht, muss tatsächlich gehandelt werden. Unternehmensreaktionen auf Internet-Hypes generieren Daten über die Präferenzen der Zielgruppe. Das gesammelte Feedback bildet dann die Grundlage dafür, ob solche Hypes zukünftig in der Online-Kommunikation eine Rolle spielen.

real-time-shutterstock_194582660

Fazit: Mehr Mut zum Experimentieren!

Ich persönlich bin der Ansicht, dass sich die deutsche Werbebranche mehr trauen sollte und appelliere an mehr Experimentierfreude. Die Sorgen vor einem Imageschaden sind meist viel zu hoch. Natürlich muss man auch nicht jeden Hype mitmachen, sondern eine passende Auswahl zur strategischen Ausrichtung der Online-Kommunikation treffen. Wenn man sich aber doch dazu entscheidet, sollte man schnell sein und das Social Media Monitoring im Anschluss nicht vergessen, damit man fundierte Rückschlüsse daraus ziehen kann.

Wie stehen sie zum Thema Real-time Marketing und Newsjacking in Deutschland? Ist da Ihrer Ansicht nach Optimierungspotential? Sollten wir oder sollten wir eben nicht an Internet-Hypes teilnehmen? Ich freue mich Ihre Meinung zu diesem Thema zu hören.

Bildquellen: Shutterstock; Tumblr Swiked

>> Mehr zum Thema Newsjacking auf Medium: Klaus Eck: Newsjacking im Content-Marketing

      


Alles Motivieren ist demotivieren? Blödsinn!

Kreativität ist die Schlüsselressource der Zukunft. Doch Kreativität braucht ein passendes Umfeld. Sie kann nur in heiteren Hirnen gedeihen. Und eine richtig dosierte Motivation ist vonnöten.

idee_gluehbirnen_shutterstock_198169034

Fachleute streiten trefflich darüber, ob Motivation intrinsisch oder extrinsisch ist, also im Inneren eines Menschen in ausreichendem Maße vorkommt oder aber von außen befeuert werden muss.

Die einen sind vehement für extrinsische Aktivitäten und zitieren flugs entsprechende Untersuchungen herbei, die solches Tun untermauern sollen. Die anderen sind konsequent dagegen und legen zum Beweis ihrer Meinung ebenfalls passende Studien vor. Die Lager sind also gespalten. Und die Wahrheit? Sie liegt, wie so oft, in der Mitte. Und sie ist nuanciert zu betrachten.

Joachim Bauer, ein anerkannter Neurowissenschaftler, der wunderbare Bücher geschrieben hat, bringt es so auf den Punkt: Kern aller menschlichen Motivation ist es, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Zuneigung zu finden und zu geben. Die Motivationssysteme schalten ab, wenn keine Chance auf soziale Zuwendung besteht, und sie springen an, wenn Anerkennung oder Liebe im Spiel sind.

Das Motivieren hat viele Gesichter

Das Motivieren kann Ansporn, Ermutigung, Zustimmung, Verständnis, Trost und Zuspruch sein. Es kann sich in Bestätigung, Beifall und Bewunderung äußern. Es kann sich als gut oder schlecht gemachtes Lob verkleiden. Es kann emotionale und monetäre Belohnungsanteile enthalten, himmlischen oder teuflischen Zwecken dienen, steuern, befruchten, ködern, manipulieren, verführen. Motivieren manipuliert?

Jede Kommunikation – egal ob verbal oder durch körpersprachliche Zeichen geäußert – und sogar jede Nichtkommunikation manipuliert. So ist am Ende auch ein hochverdientes, aber nicht ausgesprochenes Lob pure Manipulation. Das Feedback anderer Menschen als Resonanz auf eigenes Verhalten ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass wir ein Gefühl für die eigene Identität bekommen.

Algorithmisch oder heuristisch?

kopf_gehirn_zahnraeder_denken_prozesse_shutterstock_92924131Der Schriftsteller Daniel Pink weist in seinem Buch Drive darauf hin, dass belohnendes Motivieren je nach Aufgabenstellung unterschiedlich ausfallen muss. Dabei unterscheidet er zwischen algorithmischen und heuristischen Aufgaben.

Bei algorithmischen Aufgaben handelt es sich um einfache Routinearbeiten mit einem vorgezeichneten Lösungsweg. Hier können vorauseilende „Wenn-dann“-Belohnungen („Wenn Sie bis morgen …, dann …“) sinnvoll sein, da sie die Aufmerksamkeit auf die Zielverfolgung lenken. Solche Belohnungen erzeugen allerdings Abhängigkeit und müssen deshalb immer wieder dargeboten werden.

Heuristische Aufgaben sind komplexer. Eine passende Lösung muss erst noch gefunden werden. Hier sind vorab in Aussicht gestellte Belohnungen kontraproduktiv, da sie den Fokus verengen und deshalb das kreative Denken blockieren. Ferner können sie die intrinsische Motivation auslöschen oder zu unkorrektem Verhalten verleiten, da nun der Bonus zum eigentlichen Ziel wird.

Deshalb sind in diesem Fall „Nun-da“-Belohnungen („Nun, da das Projekt erfolgreich umgesetzt wurde, …“) sinnvoller, solche also, die unerwartet kommen und erst angeboten werden, nachdem eine Aufgabe erfüllt ist. Inhaltliches Feedback ist dabei wertvoller als Geld.

Wie monetäre Motivation funktioniert

geld_megaphon_shutterstock_229635334Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch der Verhaltensökonom Dan Ariely in seiner Forschung. In einem Fall ging es um Geld als Bonus für Leistung. Kleine Beträge waren durchaus ein Ansporn. Hohe Boni hingegen führten zu einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnisse, weil die Studienteilnehmer sich aus Angst vor einem möglichen Scheitern und dem damit verbundenen Geldverlust völlig verkrampften.

In einem weiteren Test ging es um drei Versuchsgruppen, die auf vollgeschriebenen Blättern bestimmte Buchstaben anzustreichen hatten. Die Teilnehmer der ersten Gruppe sollten ihren Namen auf jedes Blatt schreiben. Sobald eines fertig war, übergaben sie es dem Versuchsleiter, der es von oben bis unten durchsah, anerkennend nickte und es auf einen Stapel legte. Diese Gruppe bearbeitete durchschnittlich 9,0 Blätter.

Die Personen aus der zweiten Gruppe beschrifteten die Blätter nicht. Der Versuchsleiter legte sie beiseite, ohne einen Blick darauf zu werfen. Diese Gruppe gab durchschnittlich 6,8 Blätter ab. Bei den Teilnehmern der dritten Gruppe wurden die ausgefüllten Blätter sofort in einen Reißwolf gegeben, ohne sie vorher durchzusehen. Diese Gruppe schaffte durchschnittlich 6,3 Blätter. Ja, es ist ganz erstaunlich, wie viel mehr an Motivation schon ein klein wenig emotionale Anerkennung bringt.

Wie Lob eingesetzt werden kann

Die US-amerikanische Wissenschaftlerin Carol Dweck untersuchte verschiedene Arten des Lobens und kam zu folgendem Schluss: Wer für seine Intelligenz gelobt wurde, mied in der Folge anspruchsvolle Aufgaben eher, um nicht hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Wer jedoch für seine Anstrengungen gelobt worden war, verstärkte bei Folgearbeiten seinen Einsatz. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe meisterten schließlich die Aufgaben um dreißig Prozent besser als die der ersten Gruppe.

Schließlich hat ein Experiment am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gezeigt, dass eine Arbeitsgruppe Auftrieb erhält und ihre Leistungen deutlich steigert, wenn drei Personen aus ihrer Mitte gelobt werden. Hingegen brachte es wenig, nur eine Person lobend herauszuheben. Ein Lob an alle steigerte den Gruppenoutput leicht. Mehrere Topleister zu würdigen motiviert offensichtlich am meisten.

 

Bildquelle: Shutterstock

      


More Recent Articles



Click here to safely unsubscribe from PR-Blogger. Click here to view mailing archives, here to change your preferences, or here to subscribePrivacy