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Warum wir mehr Social CEOs in den Unternehmen brauchen and more...

Warum wir mehr Social CEOs in den Unternehmen brauchen

Wenn der Rückhalt in der Unternehmensführung fehlt, sind viele Social Business Ansätze von vornherein zum Scheitern verurteilt. Vor allem in vielen Konzernen gibt es zahlreiche Enterprise 2.0 und Social Business Initiativen, in denen erste Schritte dazu unternommen wurden, die internen Geschäftsprozesse durch Social Tools effizienter zu gestalten. Meistens wird hierbei der Weg von der Basis zum höheren Management gewählt. Dabei wäre vieles leichter, wenn die Unternehmensführung frühzeitig in die Social Business Prozesse eingebunden wird. Ein Social CEO ist maßgeblich für den Erfolg von Social Media im Unternehmen verantwortlich.

 

Social Business Studien mit Wirkung

Zwei Studien haben in der letzten Zeit für viel Interesse und Aufmerksamkeit in der Welt von Social Business und Enterprise 2.0 gesorgt. Zum einen brachtet weber shandwick in Zusammenarbeit mit KRC RESEARCH die Studie „The Social CEO: Executives Tell All“ heraus und dann veröffentlichte PAC (Pierre Audoin Consultants) die Studie „Social Collaboration in Germany, France, and the UK 2013“. Beide Studien haben gezeigt, dass die Unternehmensführung ein ausschlaggebender Erfolgsgarant für eine Enterprise 2.0 oder Social Business Umsetzung ist. Denn die Adaption einer Enterprise 2.0 Anwendung kommt nicht allein durch die organische Verbreitung.

Zielgruppe Unternehmensführung

Die Studie von webber shandwick betrachtet die Unternehmensleitung aus dem Blickwinkel der Partizipation in Social Media und deren Wirkung auf Unternehmen, Stakeholder, Mitarbeiter und Öffentlichkeit. Dagegen schaut die Studie von PAC auf die Umsetzung und Nutzung von Social Collaboration im europäischen Wirtschaftraum. Eine wichtige Gemeinsamkeit der beiden Erhebungen findet sich in der Ziel- und Befragungsgruppe – die Unternehmensführung. Sie ist ein ausschlaggebender Faktor in der Umsetzung und erfolgreichen Etablierung von Enterprise 2.0 im Unternehmen. Fehlen der Rückhalt und das Commitment der Unternehmensführung, wird ein solcher Wandlungsprozess zu einem Social Business bzw. Enterprise 2.0 auf der Strecke bleiben.

Führen durch Vorbild

Die Unternehmensführung ist hier natürlich in der Vorbildfunktion. Erkennt, kommuniziert und lebt die Unternehmensleitung den Führungsstil Social, dann wird auch das Management erkennen, dass Wissen teilen, offene Kommunikation und gemeinsames Schaffen von Innovation und Exzellenz wirtschaftliche Vorteile bringt. Dem Management werden entsprechend die Mitarbeiter folgen und den Arbeitswert von Social erkennen. Dementsprechend werden sich Vorurteile und Hemmnisse zur Nutzung und zur Erkenntnis des Zwecks abbauen.

Die Angst vor dem Kontrollverlust

Die Studie von PAC zur Social Collaboration zeigt besonders für den Wirtschaftsraum Deutschland, dass die Perfektion und der Gedanke „Wir dürfen nicht scheitern“ tatsächlich Innovationsbremsen sein können. Die Ursachen finden sich womöglich in zwei  Punkten wieder: Zum einen gibt es keine richtige Fehlerkultur in deutschen Unternehmen und zum anderen schürt die Angst des Managements und der Unternehmensführung vor dem Kontrollverlust Unsicherheit und Risikovermeidungsdenken. Doch genau hier zeigt die Social CEO Studie von weber shandwick, dass eine Social agierende Unternehmensführung Vertrauen schaffen kann und für einen Abbau der Risiko- und Verlustängste sorgt. Eine Unternehmensführung wird als innovativ, inspirierend, fortschrittlich und vertrauensvoll angesehen, wenn sie sich sicher und authentisch in Social Media bewegt. Sie führt das Unternehmen im Stil der Social Media.

Der “keine Zeit” Irrtum

Im PR Blogger Beitrag “In Deutschland fehlen die Social CEOs” geht Klaus Eck auch auf ein typisch deutsches Problem der Unternehmensführung ein: Die fehlende Zeit der CEOs für Social Media. Letztlich handelt es sich aber um ein großartiges Missverständnis. Worin besteht denn typischerweise die Aufgabe eines CEO’s? Der Chief Executive Officer, Vorstand oder der Geschäftsführer prägt in der Regel die Strategie, die Unternehmenskultur und setzt Unternehmensziele. Darüber hinaus ist er auch für die Außenkommunikation und die Bildung von Netzwerken verantwortlich.

Authentische Anwendungen durch die Unternehmensführung

Mit dem Etablieren eines Social CEO oder einer vielköpfigen Social agierenden Unternehmensführung schafft man Glaubwürdigkeit, baut Ängste und Vorurteile ab und schafft Aufmerksamkeit sowie Erkenntnis für die Neuerungen durch den Enterprise 2.0 Prozess. Der Stil und die Einstellung der Unternehmensführung werden durch die Personalisierung in der Unternehmensleitung auf das Unternehmen übertragen.

Helfende Erkenntnisse der Social Business Studien

Grundsätzlich kann man die beiden Studien so betrachten, dass sie sich ergänzen und die eine der anderen eine Lösung von erkannten Problemen anbietet. Die PAC Studie sagt, dass Unternehmen wegen Risiko und Angst die Innovation durch Social Collaboration scheuen. Die weber shandwick Studie zeigt, dass ein Social CEO oder die Social orientierte Unternehmensführung Ängste abbauen kann und auch Risiko minimiert. Dementsprechend ergänzen sich die beiden Studien. Sie zeigen, dass bei dem Weg aus der Perfektions- und Angstmisere in Bezug auf Social Collaboration/Enterprise 2.0/ Social Business Umsetzung, die Unternehmensleitung eine führende Rolle spielt. Die oder der Social CEO kann zum Beispiel das Angst- und Risikodilemma aufheben, in dem er Social führt. Er wird zum Social CEO und sein Unternehmen kann zum Social Enterprise bzw. Enterprise 2.0 werden.

Der Social CEO entscheidet über den Erfolg

Sehr spannend sind die Orientierungspunkte die weber shandwick für den Social CEO gibt. In der Studie wird von sieben ausschlaggebenden Kriterien gesprochen, die den Social CEO ausmachen. Dabei sind drei dieser Kriterien hochspezialisierte Social Media Skills, die nicht zwangsweise den CEO zum Social CEO machen. Die Studie gibt innerhalb der eigenen Ergebnisse an, dass die hochspezialisierten Social Media Fähigkeiten nicht zwangsweise ausschlaggebend sind.

Aus meiner Sicht können die genannten Eigenschaften unter den folgenden fünf Charakteristika zusammengefasst werden:

  • Ein Social CEO bewegt sich authentisch in einem  breitgefächerten Kanon von Social Media, der für das Unternehmen, die Reputation und die Unternehmenskultur steht.
  • Ein Social CEO handelt, denkt und kommuniziert mittel- bis langfristig.
  • Ein Social CEO handelt und denkt spontan, ohne jedoch zu sehr ins Informelle abzuschweifen.
  • Ein Social CEO kommuniziert und vernetzt sich mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Stakeholdern seines Unternehmens.
  • Ein Social CEO ist vor allem ein guter Zuhörer.

Natürlich sind die Eigenschaften eines Social CEO noch vielfältiger und feiner ausgestaltet. Die genannten fünf Punkte sollen sozusagen die Wegbereiter für den Schritt zum Social CEO sein.

Warum der Führungsstil Social funktioniert

Die Antwort ist ganz einfach: Die Mitarbeiter und Stakeholder des Unternehmen sind schon social. Sie haben dies schon längst in ihren Arbeits- und Lebensalltag übernommen. Und genau das wünschen sie sich auch von der Unternehmensführung. Das bedeutet, dass der Pulleffekt für das Einsetzen und Etablieren eines Social CEOs oder Executives schon längst vorhanden ist. Das Potential muss nur genutzt werden.

Die Studie von weber shandwick zeigt auf, dass Social CEOs inspirierend auf ihr Unternehmen wirken, eine positive Identifikationskultur schaffen und grundsätzlich als offenere und bessere Kommunikatoren gelten. Diesen großartigen Vorteil sollten Unternehmen zu nutzen wissen. Letztlich warten Unternehmen doch nur auf einen Social CEO, der beherzt das digitale Ruder übernimmt.

Würden Sie es auch begrüßen, wenn Ihre Unternehmensleitung die Grundsätze der Social Media versteht, nutzt und lebt?

Wo sehen Sie die Grenzen?

Ist der Social Executive eher fördernd oder hemmend im Enterprise 2.0 Prozess?

>> Teil 1: Social Media im Unternehmen: Die falsche Angst vor dem Enterprise 2.0

>> Teil 2: Social Media im Unternehmen: 5 strategische Punkte in der Pionierphase

>> Teil 3: Social Media im Unternehmen: Erfolgsfaktor Mensch im Enterprise 2.0 Projekt

>> Teil 4: Warum Enterprise 2.0 nicht nur auf Technik setzen sollte

>> Teil 5: Enterprise 2.0 muss Begehrlichkeiten wecken

>> Teil 6: Use Cases als Knotenpunkte für den globalen Erfolg von Enterprise 2.0

Bildquelle: BIGSTOCK, Businessman_and_group-of-indus, Influencer_ many_the isolated_portraits_of, Lies_a_pyramid_of_balls_representin

    



Content-Strategie 5: Wie Sie Content-Strategien als konkrete Lösungen anbieten

Unternehmen fällt es schwer, die Notwendigkeit einer Content-Strategie zu erkennen. Mit einzelnen, konkreten Projekten jedoch könnten Content-Strategen die Vorteile ihrer Disziplin deutlich machen. Mein Fazit des Content-Strategie-Camps cosca13.

 

Aufregende Diskussionen – voller Zweifel aber auch Lobeshymnen auf die Kraft der Content-Strategie – gab es auf dem Content Strategie Camp #cosca13. Rund 120 Content-Strategen und -Interessierte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich auf der gelungenen Zwei-Tages-Veranstaltung von Thomas Pleil, Sascha Stoltenow, Heinz Wittenbrink sowie einem Spitzen-Organisationsteam des @mediencampus in Dieburg.

Wenn ich eine wertvolle Erkenntnis aus dem beschaulichen Städtchen am Rande des Odenwalds mitgebracht habe, dann eine, die in der Fülle guter Themen fast unterging: Um Unternehmen vom Sinn einer Content-Strategie zu überzeugen, ist die Politik der kleinen Schritte wohl die erfolgreichste.

Ein Tipp, den Margot Bloomstein uns Camp-Teilnehmern gab, als sie uns über ein Google+-Hangout eine Stunde Rede und Antwort stand. Sascha Stoltenow fragte die Content-Strategie-Ikone : „Was unternimmst Du, damit ein Unternehmer den Hörer in die Hand nimmt, bei Dir anruft und sagt: Margot, mach eine Content-Strategie für uns?“

Die Antwort Bloomsteins war ausweichend und machte zum einen klar: Auch unsere Kollegen in den USA haben noch kein Patentrezept – und das, obwohl uns die Content-Strategen dort einige Jahre voraus sind. Aber sie hatte einen Tipp: Die Überzeugungsarbeit kann über kleine Projekte gelingen – etwa durch das Entwickeln eines simplen Redaktionsplans.

Alles klar? Unternehmen müssen ihren Blick für mögliche Content-Probleme schärfen – und erkennen, wann ein Content-Stratege helfen kann.

Dieser Vorschlag ließ mich nicht mehr los, denn er könnte tatsächlich die Lösung für uns sein: Zunächst in kleinen Projektaufträgen dafür sorgen, dass Unternehmen die Vorteile der Content-Strategie erkennen. Sie könnten für uns der Türöffner sein – für weitere Content-Strategie-Projekte oder vielleicht, im Laufe der Zeit, für eine unternehmensweite Content-Strategie.

Wir dürfen potentielle Kunden nicht als “Agents of Change” verschrecken

Margots Hinweis passt zu den Ergebnissen der Session, die Brigitte Alice Radl und ich am ersten Camp-Tag durchführten. Wir diskutierten erste Erfahrungen, die wir Content-Strategen in unserem Praxisalltag gemacht haben, auf welche Probleme wir dabei stießen und wie wir diese lösen konnten. Auch in dieser Runde wurde deutlich: Es kommt auf die kleinen Schritte an, ein jedes Unternehmen und jede Abteilung hat komplett andere Bedürfnisse. Um für diese Lösungen zu entwickeln, brauchen wir keinen monströsen Maßnahmenkatalog als vielmehr kleine Lösungen, Einfühlungsvermögen und Intuition.

Eine weitere Erkenntnis aus der Session: Wir dürfen uns bei der Geschäftsanbahnung nicht als Heilsbringer in Szene setzen, die den Damen und Herren aus dem Marketing und der PR jetzt mal erzählen, wo’s lang geht – und was sie bislang falsch gemacht haben. Mit einem solchem Universalanspruch würden wir die wichtigsten Kooperationspartner – und Budgetinhaber! – beleidigen, die wir für das Gelingen einer Content-Strategie brauchen.

Dass es bei diesen große Empfindlichkeiten gibt, das machten die Gespräche mit vielen Marketing- und PR-Experten, die das cosca13 besuchten, deutlich. Dort, wo Content entsteht, menschelt es – und diese Menschen müssen wir zu unseren Verbündeten machen!

Deshalb dürfen wir uns nicht als über den Abteilungen schwebende „Agents of Change“ präsentieren – so vollmundig bezeichnen sich gerne unsere US-Kollegen. Erfolgreicher sind wir vermutlich mit der Rolle des kooperativen Dienstleisters, der bei der Lösung aktueller, konkreter und einzelner Content-Probleme mit anpackt, sei es für die Marketingabteilung, die PR oder das Social-Media-Team.

Unsere Akquise muss sich an konkreten Problemen der Unternehmen orientieren

Für uns Content-Strategen bedeutet eine solche Strategie der kleinen Schritte, dass wir die Akquise danach ausrichten müssen. Wir dürfen potentiellen Auftraggebern nicht alles auf einmal verkaufen wollen. Stattdessen sollten wir uns auf die Suche machen nach typischen Problemen von Unternehmern, Marketern, PR-Experten und deren Agenturen – und uns als Problemlöser ins Spiel bringen.

Der Vorteil dieses Vorgehens: Wir hätten nicht mehr die Last, den schweren Brocken Content-Strategie begreiflich machen zu müssen. Mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon in verständnislose, ablehnende Gesichter geblickt? Stattdessen können wir uns in der Akquise auf die konkreten Probleme eines Unternehmens konzentrieren und Lösungsvorschläge unterbreiten.

Wir müssen die Unternehmensperspektive einnehmen. Wir können nicht erwarten, dass der Kunde uns versteht – wir müssen ihn verstehen! Die aktuelle Forderung nach mehr „User Centered Marketings“ gilt auch für uns.

Auf der Nachhause-Fahrt von der cosca13 habe ich einige Indizien, woran Unternehmen bemerken könnten, dass sie ein Content-Problem haben, lose zusammengestellt. Diese Probleme sind mir bereits in vielen Projekten begegnet und dürften nicht selten sein – wer hat weitere Vorschläge? (Achtung, diese betreffen nicht nur die Online-Kommunikation).

Indizien für eine fehlerhafte oder nicht vorhandene Content-Strategie:

Mangelnde Resonanz:

  • Die Besucheraktivität in den Online-Kontaktpunkten steigt nur bei einzelnen Kampagnen (etwa auf Facebook bei Gewinnspielen)
  • Die Mitarbeiter werden nie auf die Inhalte angesprochen, die Sie zum Beispiel im Blog oder auf der Website anbieten – etwa auf einer Messe oder einem Empfang
  • Aufwändige Marketingaktionen wie Vorträge der Geschäftsführung, Gastartikel in der Presse oder Messeauftritte wirken sich nicht auf die Besucherfrequenz in den Online-Kontaktpunkten aus (Website, Blog, Social Media)
  • Blogbeiträge haben kaum Auswirkungen – weder auf die Diskussionsfreude der Leser noch auf die Presse

Die Inhalte, die über unterschiedliche Kanäle eingesetzt werden, passen nicht zusammen:

  • Die Inhalte der Online-Angebote korrespondieren nicht mit den Inhalten in Broschüren, Vorträgen etc.
  • Die Vertriebsmitarbeiter argumentieren mit anderen Inhalten als jenen, die auf der Website oder auf den Social-Media-Seiten stehen
  • Die Inhalte der Social-Media-Seiten (Facebook, Twitter und Google+ oder dem Blog) ergeben kein sinnvolles Ganzes.
  • Auf allen Kanälen werden ähnliche Informationen verbreitet und langweilen dadurch

Unternehmensinterne Hindernisse:

  • Jedes neue einzelne Content-Projekt (etwa die Vorbereitung auf einen Vortrag) macht extrem viel Mühe. Es ist, als müsste man ein jedes Mal komplett von vorne anfangen und im Unternehmen nach guten Inhalten recherchieren.
  • Es ist sehr schwer, im Unternehmen Informationen über die Geschichte und Entwicklung des Unternehmens zu bekommen. Mehrere Abteilungen müssen dazu kontaktiert werden.
  • Die Mitarbeiter haben keine Ahnung, was auf den Online-Auftritten angeboten wird
  • Der Vertrieb arbeitet nur ungern mit den Inhalten aus dem Marketing
  • Das Call Center arbeitet nicht zufriedenstellend, weil es scheinbar nicht genug gute Inhalte hat, um schnell reagieren zu können
  • Jede einzelne Abteilung argumentiert in der Öffentlichkeit unterschiedlich.
  • Die hausinternen Content-Produzenten müssen bei einer Agentur anrufen, um mehr über das eigene Unternehmen zu erfahren.

Verdächtig viel Arbeit, Aufwand und Kosten:

  • Das Unternehmen muss seine Broschüren etc. häufig neu anfertigen lassen, weil sie schnell veralten
  • Die Website wird häufig einem Relaunch unterzogen statt kontinuierlich aktualisiert
  • Auffallend häufig werden neue Content-Marketing-Kampagnen in Auftrag geben, um die Resonanz zu erhöhen (und weil die Inhalte der alten Kampagne womöglich nicht mehr passen).
  • Die Agenturdienstleister wollen ein genaueres Briefing

Qualität der kommunizierten Inhalte:

  • Weil die Inhalte vor allem von Agenturen angefertigt werden, sind diese zu oberflächlich und treffen den Kern der Unternehmensmarke nicht
  • Die Online-Angebote wirken zu statisch oder zu werblich, es fehlt der „Esprit“ (das soll keine Kritik an Agenturen sein)
  • Die Website ist langweilig, denn sie besteht vor allem aus altem Content und es finden kaum Veränderungen statt (dito)
  • Das Unternehmen besitzt keine Geschichten. Die Historie Ihres Unternehmens spielt in der Kommunikation keine Rolle.
  • Die Inhalte sind generell zu produktlastig und zu werblich.

Das sind nur einige wenige Anhaltspunkte, davon gibt es unzählige. Wenn wir die Chance bekommen, mit einem Kommunikationsverantwortlichen über solche Auffälligkeiten zu sprechen und dieser feststellt: „Ja genau, das kennen wir auch“, dann haben wir schon vieles erreicht: Er/Sie erkennt, dass er überhaupt ein Problem hat, das gelöst werden sollte. Und dass es Experten gibt, die dafür genau die richtigen sind!

Zudem etablieren wir uns auf diese Weise als effizienter Partner von Marketing und PR. Damit vermeiden wir die Konkurrenz- und Silo-Denke, die viele Content-Projekte zum Scheitern bringt.

Mein Wunsch: Dass wir Content-Strategen aufhören uns selbst zu erklären, wie wichtig unsere Disziplin ist und wo ihre Grenzen verlaufen. Fangen wir an! In kleinen Schritten, mit partnerschaftlichem Einfühlungsvermögen und Geduld können wir in den Unternehmen den Blick für die Bedeutung der Content-Strategie schärfen – und uns etablieren.

Die nächsten Jahren werden die Jahre des Relevanzgewinns sein. Aber vielleicht, das ist meine Hoffnung, haben Unternehmen danach verstanden: eine Content-Strategie ist für sie so unentbehrlich wie eine Finanzstrategie. Dann dürfen wir uns mit Stolz tatsächlich so nennen, wie es unsere US-Kollegen schon tun: „Agents of Change“.

Das Content-Strategie-Camp hat mich wirklich weitergebracht – vielleicht gibt es im nächsten Jahre eine Fortsetzung? Das würde mich enorm freuen.

Weitere Artikel über das Content-Strategie-Camp #cosca13:

>> #cosca13: Der Big Bang der Deutschen Content Strategy

>> Mysterium Content Strategie

>> Content Strategy Camp in Dieburg


Bildquelle: © lassedesignen – Fotolia.com

    


Social Media in der Medizintechnologie

Welche Unternehmen sollten sich von Social Media fernhalten? Nur wenige, es sei denn, es gibt Unternehmen, die nicht mit ihren Stakeholdern kommunizieren wollen und es sich leisten können, ihre Online-Reputation anderen zu überlassen. Es existieren viele Branchen, in denen sich Social Media hierzulande erst langsam entwickelt. So gibt es etwa in der Healthcare-Branche nicht viele wirklich aktive Social Media Unternehmen. Das liegt unter anderem an der starken staatlichen Regulierung und den Werbeverboten, die auch auf Social Media Aktivitäten Auswirkungen haben, aber auch an fehlenden Ressourcen und Strategien dafür.

 

Social Media Umfrage in der Medizintechnologie

Doch zeigt das Beispiel Medizintechnologie, wie stark längst alle Bereiche unserer Gesellschaft von Social Media erfasst werden. Für 70 Prozent der befragten 81 MedTech-Unternehmen wird die Nutzung von Social Media wichtiger. Im Vorjahr hielten es erst 58 Prozent für relevant. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), die auf der 9. Kommunikationskonferenz Medizintechnologie (auf Twitter unter #medtech_kk) in Berlin vorgestellt wurde.

“Social Media wird in erster Linie zum Verbreiten eigener Meldungen und zum Dialog genutzt. Stark im Kommen ist aber die Nutzung als Monitoring-Tool”, erläuterte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt zur Eröffnung der Berliner Kommunikationskonferenz.


Wenig gewundert habe ich mich darüber, dass bei den Social Media-Kanälen der MedTech-Unternehmen Youtube (62 Prozent) und Facebook (52 Prozent) dominieren. Immerhin 31 Prozent setzen auf Twitter, allerdings eher als Pushkanal. Aber nur 14 Prozent der Unternehmen führen ein eigenes Corporate Blog, was vor allem mit den fehlenden personellen Ressourcen erklärt wird. Nur etwa jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) hat eine eigene Social Media Strategie aufgebaut. Auf die Absicherung ihrer Aktivitäten legt die MedTech-Branche hingegen viel Wert. Daher gibt es bei 31 Prozent eine Social Media Guideline.

Unternehmen setzen auf Kontrolle

Die Angst vor einem Kontrollverlust ist grundsätzlich unter Kommunikatoren sehr groß. Dabei ermöglicht ein profundes Social Media Monitoring eigentlich ein viel besseres Kundenverständnis. Organisationen erfahren mehr denn je, was ihre Konsumenten, B2B-Kunden oder Patienten bewegt. Über Facebook und Twitter können Unternehmen in die Köpfe ihrer Stakeholder hineinschauen. Denn diese veröffentlichen ihre Produkterfahrungen bereitwillig im Social Web.

Dinnerspeech auf der MedTech-Kommunikationskonferenz

Am 3. Juni 2013 hielt ich eine Keynote auf der 9. MedTech-Kommunikationskonferenz über Zukunftstrends in Social Media. Dabei setzte ich meinen Schwerpunkt auf das Online Reputation Management und die Einordnung von Social Media in der Healthcare Branche insgesamt. Die anschließend Gespräche haben mir gezeigt, wie offen die Medizintechnologie mit dem Thema Social Media umgeht.


Jedes Unternehmen profitiert von der Shareconomy, in der viele Menschen anderen ihre Kundenerlebnisse verraten und es uns allen einfacher machen, selbst eine Kaufentscheidung zu treffen. Einzelne Influencer lassen sich sehr gut über Social Media erreichen. Doch das setzt voraus, dass ein Unternehmen sich ernsthaft für seine Kunden interessiert und mit diesen den offenen Dialog sucht. Dafür benötigen Organisationen in jeder Branche Mitarbeiter, die als Botschafter und Personal Brands für ihr Unternehmen in Social Media aktiv sind.

Wer hierbei erfolgreich sein will, muss die eigenen Mitarbeiter für Social Media gewinnen und über diese aktiv im Social Web kommunizieren. Verbote sind wenig hilfreich, weil sie dank Smartphones leicht umgangen werden können.  Je sichtbarer und leidenschaftlicher die Mitarbeiter für die Interessen ihrer Unternehmen und ihrer Branche eintreten, desto glaubwürdiger und erfolgreicher sind Marken.

Letztlich vertrauen wir immer lieber (echten) Menschen als abstrakten Marken. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, mit Persönlichkeit und Transparenz zu punkten und dabei die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Bildquelle: 3M Medica (BVMed-Bilderpool); Peter Kossok

    



Social Media-Praktikanten ab September 2013 gesucht

Wir suchen Sie! Ja, genau, Sie! Als Leser des PR-Bloggers scheinen Sie sich für die Online- und Social Media-Welt zu interessieren. Sie sind auf dieses Blog gestoßen und der Artikel hat Ihre Aufmerksamkeit erreicht. Haben Sie Interesse, sich stärker mit Themen wie Online Reputation Management, Strategieentwicklung oder Social Business zu beschäftigen? Dann sind Sie bei uns richtig.

Wir suchen ab September 2013 eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten, der uns bei unserer täglichen Arbeit in München unterstützt und Lust hat, sich intensiver mit der Konzeption und Umsetzung von Online- und Social Media-Strategien auseinanderzusetzen.

Eck Kommunikation zählt zu den führenden deutschen Unternehmensberatungen für digitale Business-Strategien. Von der Digitalisierung von Organisationsprozessen über den Aufbau neuer Geschäftsfelder bis hin zum Innovationsmanagement – wir unterstützen digitale Transformationsprozesse im Rahmen zahlreicher Kundenprojekte.

Als Praktikant(in) bei Eck Kommunikation haben Sie die Chance, Projekte bei namhaften Konzernen zu unterstützen und einen Einblick in das digitale Beratungsgeschäft zu bekommen. Als stark wachsendes Unternehmen könnte ein Praktikum auch Ihren direkten Karriereeinstieg bedeuten: Zahlreiche ehemalige Praktikanten arbeiten mittlerweile bei Eck Kommunikation oder in Social Media-Positionen bei renommierten Unternehmen.

Idealerweise können Sie ab Herbst 2013 beginnen und bringen 3-6 Monate Zeit mit. Und natürlich wird das Praktikum vergütet.

Ihre Aufgaben bei Eck Kommunikation:

  • Recherche zu innovativen Themenfeldern
  • Entwicklung eigener kreativer Strategien, Ideen und Konzepte
  • Community-Management mit Facebook, Google+, Xing und Twitter
  • Vorbereitung von Kundenpräsentationen mit PowerPoint und Prezi
  • Unterstützung bei Markt- und Kundenanalysen
  • Administrative Tätigkeiten

Wir benötigen jemanden,

  • der selbständiges Arbeiten und viele Freiheiten gewohnt ist
  • der idealerweise an einer Fachhochschule oder Universität (Kommunikation, Journalismus, Marketing, PR, Sozialwissenschaften, Innovationsmarketing etc.) studiert
  • der über Kenntnisse in Marketing und PR und/oder Social Media verfügt
  • der neugierig ist
  • der flexibel und kommunikativ ist
  • der im PR-Blogger schreiben mag

Wir bieten:

  • ein nettes, kleines Team (ca. 10 Personen)
  • eine renommierte Social Media Unternehmensberatung
  • eine gute Online-Reputation für Praktikanten
  • gute Erfahrungen und ein großes Netzwerk
  • ein attraktives Praktikantengehalt sowie sehr gute Einstiegsmöglichkeiten in eine neue Berufswelt
  • ein Social Media Manager Zertifikat, in dem Ihre erworbenen Fähigkeiten aufgelistet werden

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann senden Sie uns Ihre aussagekräftigen Unterlagen am Besten per E-Mail an bewerbung(at)eck-kommunikation(punkt)de. Gerne können Sie uns bei Fragen auch anrufen – die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Website.

    


Die Sieger der Fotoparade zur re:publica

Zur re:publica 2013 haben wir die besten Fotostorys gesucht und dazu eine Foto-Blogparade veranstaltet. Jetzt stehen die Sieger fest. Eine sechsköpfige Jury hat die Sieger der re:publica Foto-Blogparade ermittelt. Die Entscheidung fiel der Jury bei der  Vielzahl der eingereichten Beiträge schwer.

Folgende Kriterien hat die Jury ihrer Beurteilung zugrunde gelegt:

  • Die Idee, Originalität der Fotostory; ist der Inhalt gut?
  • Ist der Blogbeitrag stimmig zu den Fotos?
  • Wiedererkennungswert: Lassen die Bilder erkennen, dass es sich um die re:publica handelt?
  • Form: Wurden die Story in 3 Bildern erzählt?
  • Erzählen die Fotos eine Geschichte/Handlung bzw. gibt es ein Konzept?
  • Die Qualität/Gestaltung der Aufnahmen

Zur Erinnerung hier nochmals die Fakten der Foto-Blogparade sowie die kurze Zusammenfassung zum Ablauf der rpStory13-Fotoparade:

  • Thema: Erzählen Sie uns in drei Fotos Ihre persönliche Fotostory rund um die re:publica.
  • Dauer der Blogparade: 30. April – 12. Mai.2013
  • Hashtag (Twitter/Google+/Instgram/Pinterest): #rpStory13

Die Sieger

Folgende Fotostorys haben jeweils das Buch Follow me! – Erfolgreiches Social Media Marketing von Galileo Press gewonnen:

9783836216722-2

Platz 1Platz 1 für Boris Borchert vom Blog Weltenweiser.de:

Es gibt die charmante Idee, in drei Bildern die persönlichen Momente der re:publica13 zu schildern. Unter #rpStory13 kann man sie teilen

Sieger der Fotoparade re:publica.51.53Hier sind meine drei Bilder: Das erste Bild ist für mich ein Highlight, weil ich in der Speakers-Liste direkt hinter meiner deutlich berühmteren Namensvetterin zu finden bin.…

Die Jury meint: Sehr persönliche Einblicke in die re:publica – gut getroffen!

Foto-11

Platz 2 für Thorsten Ising auf www.thorsten-ising.com

Visuelles Storytelling: Blogparade zur re:publica 2013

Visuelles Storytelling: Blogparade zur re:publica 2013

Pia Kleine WieskampKlaus Eck und Doris Schuppe laden zu einer Blogparade zum Thema “Visuelles Storytelling” ein und nehmen die re:publica 2013 zum (gut gewählten) Anlass. Mit kleinen Fotogeschichten der Teilnehmer entsteht so (hoffentlich) eine interessante Dokumentation der re:publica. Ich mache gerne mit und dies mag mein Anfang dazu sein

Die Jury urteilt: Schön kompakt auf den Punkt gebracht, tolle Bildstimmung!

Platz 3

Platz 3 geht an Michael Rajiv Shah von networkerfinder.cc :

Die re:publica 2013 steht kurz vor der Tür und mit ihr meine Vorbereitung

Eine wirklich sehr schöne Übung, die Pia Kleine WieskampDoris Schuppe und Klaus Eck sich haben zur re:publica 2013 einfallen lassen: “Blogparade zum visuellen Storytelling!” Spätestens mit meinem Pintereststart und der darauf folgenden ©opyright-Konsequenz, visuellen owned Content für Kunden und mich zu erstellen, ist visuelles Storytelling (m)ein Thema für mich.

re:publica - Die #rpStory13 Visuelles Storytelling - Der Netzwerkgärtner

Mein(e) Geschichte(n) sind noch nicht klar genug!

Einerseits der verspielte ‘Netzwerk Gärtner’ mit Seerose im Blog, die nur versteht, wer die Bedeutung des indischen Vornamens (Rajiv = Lotos) kennt…

Laut Jury hat sich dieser Blogbeitrag intensiv und konstruktiv mit dem Storytelling beschäftigt.

Kreative Fotopraxis

Motivationspreise

Ein Motivationspreis geht an Lars Hahn von systematischkaffeetrinken.de mit der Fotostory vom Tag 1-3 auf Pinterest:

Mit Uschi-Reisen zur re:publica, Ladeprobleme und freie Sicht:

http://pinterest.com/derlarshahn/rpstory13/

Platz3 Fotoparade

Tag 4-6 waren die Tage des Systematisch Kaffeetrinken. Entsprechend fand ich nicht nur unter meinen Bildern immer mehr Leute-Fotos. Dementsprechend „3 x 3 – People at re:publica“ hier:

Laut Jury wurden hier die Emotionen sowie das Networking zur der re:publica sehr gut visualisiert.

Ein weiterer Motivationspreis erhält Ilse Mohr von silvernerd.de für den Dekoabbau der re:publica.

Bildschirmfoto 2013-05-30 um 22.43.08

Glückwunsch an alle Sieger!

Die Web-Konferenz re:publica in Berlin war 2013 sehr gut besucht. Auch die Foto-Blogaktion “Visuelles Storytelling: Blogparade zur re:publica” mit dem Hashtag #rpStory13 wurde sehr gut angenommen. Alleine vom 31.4. bis zum 10.5.2013 hatte die Fotoparade eine Reichweite von ca. 320.0000 Personen — und das ohne Instagram und Pinterest (siehe die Analyse von echobot). Wir freuen uns über die vielen Beiträge. Dazu einige Zahlen und Visualisierungen.

Visualisierung #rpstory13

create infographics with visual.ly

Im Laufe des Wettbewerbs wurden rund 1000 Tweets alleine auf @pkleine gezählt (siehe Infografik von visual.ly) und 321 Fotos auf instagram via statigr.am gefunden. Der Aufruf zur Fotoparade erhielt 31 Kommentare.

fotoparade re:publica

Jury Pinterest das Board der Fotoparade zur re:publica 2013

Monitoring: Einige Ergebnisse

Einige spannende Fotostorys haben wir auf Pinterest mit ca. 240 Pins für Sie zusammengetragen; 2011 Follower sehen sich die Pinnwand zur Fotoparade an.

Wir freuen uns über alle Beiträge, die mit dem #rpStory13 versehen wurden. Und haben wirklich viele Menschen an unserer Fotoparade teilgenommen, denn wir waren mit dem Hashtag (Suchbegriff) #rpStory13 auf Platz 3 nach dem offiziellen Konferenzhashtag #rp13 und dem allgemeineren #berlin. Monitoring: Aktuelle #rp13 Top 5 Hashtags. Weitere Infos: http://t.co/alBJYduj6X

Zusätzlich hat Bastian Karweg , CEO der Medienbeobachtungsfirma echobot, uns eine kurze Hochrechnung zum #rpStory2013 erstellt:

Wir – die Blogparade-Betreiber Doris Schuppe, Pia Kleine Wieskamp und Klaus Eck bedanken uns für die rege Teilnahme am visuellen Storytelling — es hat uns Spass gemacht!

    



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